Frankfurter Rundschau: Kommentar zu Krawallen von Suhl / Titel: Vermeidbare Gewalt

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Die Krawalle in der überfüllten
Flüchtlingsunterkunft von Suhl waren absehbar. Die Behörden in
Thüringen müssen sich also fragen lassen, ob sie die Überfüllung
nicht früher hätten mildern können. Der Verdacht drängt sich leider
auf, dass manche Landesregierung sich zu sehr der (wenn auch
berechtigten) Kritik am Bund widmet und zu wenig fragt, wie sie
selbst unbürokratisch Entlastung schaffen kann. Die Krawalle lehren
noch etwas: Die, die kommen, sind Menschen und keine Heiligen. Einige
missachten elementare Standards wie Respekt vor anderen
Überzeugungen, andere schlagen zu statt zu reden. Beides können wir
nicht tolerieren, auch bei Zufluchtsuchenden nicht. Denn das
gewaltfreie Austragen von Konflikten ist der Kern, ohne den unsere
plurale Gesellschaft nicht funktioniert. Und gerade dieser Kern ist
für sehr viele Flüchtlinge der Grund, warum sie zu uns kommen.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

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