Frankfurter Rundschau: Kommentar zum Abschluss der Bischofsynode

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Dem Abschlussdokument der Synode nach zu
urteilen, haben die Bremser es für sich entschieden. Aus dem Papier
ist alles getilgt, was doktrinärem oder pastoralem Wandel bei den
Reizthemen Homosexualität und Wiederheirat das Wort geredet hatte.
Spürbar sind die Angst vor Veränderung und das Bemühen, das
althergebrachte Konzept von Ehe und Familie als das einzige Wahre zu
verteidigen. Abgeschwächt in „Die einen sagen so, die anderen
so“-Formeln, finden sich manche Reformansätze nur deshalb im Text,
weil der Papst es so haben wollte. Und auch die Gesamtperspektive
verharrt im Traditionellen: Ehe und Familie sind in der Krise, weil
die Zeitumstände widrig, die Positionen der Kirche den Gläubigen
unzureichend nahe gebracht und diese somit für die lebenslange
monogame Ehe nicht im erforderlichen Maße präpariert sind.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Kira Frenk
Telefon: 069/2199-3386

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