Frankfurter Rundschau: Niederträchtig durch die Hintertür

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Nun hat es ihn gegeben, den befürchteten
islamistischen Terroranschlag während der Fußball-Europameisterschaft
in Frankreich. Er ereignete sich nicht als ein lang geplanter
Großangriff wie am 13. November in Paris. Er kam niederträchtig durch
die Hintertür. Das Tatmuster ist inzwischen bekannt. Polizisten und
andere Repräsentanten des Staates sind bevorzugte Ziele der
gewaltbereiten Rekruten des „Islamischen Staates“. Für den weiteren
Verlauf der EM ist dieser Doppelmord ein Zwischenfall, er wird das
Spektakel nicht weiter beeinflussen. Er belegt aber, dass ein
alltäglicher Terrorismus dabei ist, sein Gift in die
gesellschaftliche Normalität einzusickern zu lassen. Der Terror
braucht keine monströse Botschaft mehr, um seine Wirkung zu erzielen.
Er ist ein Instantprodukt, dass sich verzweifelte Desperados ans
Revers heften, um immer wieder Opfer zu erzeugen sowie Verzweiflung
zu hinterlassen.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

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