Frankfurter Rundschau: Palmers Masche

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SPD-Politiker Niels Annen hat Tübingens
Oberbürgermeister den „Donald Trump der Grünen“ genannt. Das ist
heftig. Boris Palmer wird sich nicht beklagen. Seine Devise lautet:
Viel Feind–, viel Ehr–. Gegen den Mainstream seiner Partei
aufzubegehren, ist eine Methode, sich bekannter zu machen, als es der
Position angemessen wäre. Vor Jahren reiste im Bundestag Palmers
Landsmann Oswald Metzger auf diesem Ticket. Heute ist er in der CDU.
Viel hört man nicht mehr von ihm. Es ist aber etwas anderes, die
Parteifreunde mit wirtschaftsliberalen Thesen zu traktieren, als die
Abschiebung von Menschen in ein Land zu fordern, wo Krieg herrscht.
Palmer lässt seine Parteifreunde auch hoffen. Er könne sich besser
einen Posten in der Wirtschaft vorstellen als eine weitere politische
Zukunft, sagte er weiter. Firmen erwarten von ihren Führungskräften
Teamfähigkeit und Fingerspitzengefühl, nicht populistische Rauflust.
Das musste auch Metzger lernen.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

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