Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Burkina Faso

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Die Frankfurter Rundschau kommentiert den
Präsidentensturz in Burkina Faso:

Unzählige der Demonstranten, die in Burkina Fasos Hauptstadt
Ougadougou den Rücktritt des Präsidenten Blaise Campaoré gefordert
haben, erinnerten in ihren Sprechchören an den „afrikanischen Che
Guevara“ Thomas Sankara. Den hatte Campaoré einst umbringen lassen,
um an seiner Stelle die Macht in Burkina Faso zu übernehmen. Das war
vor 37 Jahren. Seitdem regierte Campaoré ohne Unterbrechung. Sich auf
ihren revolutionären Helden Sankara besinnend, haben die
Demonstranten nun dessen Mörder aus dem Amt gejagt. Dass dabei erneut
Blut vergossen wird, ist nicht ihnen, sondern Campaoré zuzuschreiben.
Wie oft müssen Afrikas Cervelat-Präsidenten noch daran erinnert
werden, dass sie nicht haltbar sind wie geräucherte Wurst? Mugabe,
Kabila, Museveni – aufgepasst: Auf den arabischen Frühling könnte ein
afrikanischer folgen.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Kira Frenk
Telefon: 069/2199-3386

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