Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Corbyn

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Die Frankfurter Rundschau schreibt zum neuen
Labour-Vorsitzenden Corbyn:

Was an einem 66-jährigen Parlamentsveteran neu ist? Kaum etwas:
Die Eisenbahn renationalisieren? Darauf warten die Briten schon fast
so lange wie auf ihre dank Privatisierung ewig verspäteten Bahnen.
Verlässliche nationale Gesundheitsvorsorge? Gab–s auch mal.
Arbeitnehmerrechte stärken? Das Projekt ist zumindest 150 Jahre alt.
Das Neue und Beängstigende an Corbyn ist, dass er vielleicht mit den
Briten zusammen alte Ideen verwirklicht – und daraus ganz unerhörte
neue Ideen entstehen. Man stelle sich vor: London mischt in Brüssel
konstruktiv mit. Oder: Die britische Armee rückt erst aus, wenn
Parlament und UN ihre Plazets gegeben haben. Genau das ist es, was
den Wahrern des Status quo Angst. Für so etwas sollte man dem
Schreckgespenst Corbyn allen Mut wünschen.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

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