Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Flüchtlingszahlen

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Die Frankfurter Rundschau kommentiert den
Rückgang der Flüchtlingszahlen:

Ob Türkei-Abkommen oder Schlagbäume: Immer geht es nur darum,
möglichst viele Migranten von den Grenzen Europas fernzuhalten. Das
ist vorerst gelungen, aber was hat sich geändert? Die Turnhallen
werden wieder frei, und die Rechtspopulisten werden vielleicht
leiser, weil sie ihre Ziele schon zum guten Teil erreicht zu haben
scheinen. Aber Krieg, Flucht und Vertreibung, unerträgliche
Lebensbedingungen in Flüchtlingslagern – all das findet vor unserer
Haustür weiter statt. Dass wir es uns wieder vom Hals halten, ist
kein Erfolg, sondern ein politisch-moralisches Armutszeugnis. Wenn
sich etwas positiv verändert hat, dann durch die Anstrengungen,
Kriege wie den in Syrien zu beenden. Das ist der einzig legitime Weg,
dem „Flüchtlingsproblem“ zu begegnen. Die Abschottung ändert an den
eigentlichen Problemen nichts. Sie verschiebt sie – und die Menschen,
die davon betroffen sind – nur aus unserem engen und provinziellen
Blickfeld.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

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