Friedrich Streich gestorben: Zeichner von Maus und Elefant wurde 80 Jahre alt

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WDR-Intendant Tom Buhrow: „Kreativer Pionier des
Kinderfernsehens“

Der Trickfilmzeichner Friedrich Streich ist am 3. Oktober 2014 in
München gestorben. Das hat seine Familie dem WDR mitgeteilt.
Friedrich Streich wurde 80 Jahre alt. Bereits seit mehr als 40 Jahren
kommen seine Zeichentrickgeschichten in der „Sendung mit der Maus“
(WDR) bei Klein und Groß gut an.

„Mit Friedrich Streich haben wir einen kreativen Pionier verloren,
der für das Kinderfernsehen so unglaublich viel Gutes getan hat.
Maus, Elefant und Ente sind durch ihn zu Symbolfiguren für die
ARD-Sender und den Westdeutschen Rundfunk im Besonderen geworden.
Dafür sind wir ihm sehr dankbar“, erklärt WDR-Intendant Tom Buhrow.
„Noch vor Kurzem ließ uns Friedrich Streich wissen, wie glücklich er
ist, dass seine Figuren im Kinderprogramm sind. Seine Arbeiten sind
zeitlos. Sie begeistern Jung und Alt gleichermaßen und werden das
auch in Zukunft tun.“

Friedrich Streich zählt zu den „Sendung mit der Maus“-Machern der
ersten Stunde. Seinerzeit gab ihm das WDR-Kinderfernsehen den
Auftrag, die Titelfigur aus der Bildergeschichte „Maus im Laden“ von
Isolde Schmitt-Menzel zu animieren. Streich brachte der Maus das
Laufen bei und schenkte ihr das berühmte Augenklimpern.

Am 7. März 1971 feierte die Maus Fernsehpremiere bei den neuen
„Lach- und Sachgeschichten“ (ARD). Die Sendung wurde im
darauffolgenden Jahr nach ihrer Leitfigur in „Die Sendung mit der
Maus“ umbenannt. Mit ihrem Erfolg stieg auch der Bedarf an den so
genannten „Maus-Spots“. Mehr als 330 zirka 30-sekündigen Trickfilme
hat Friedrich Streich produziert. Seit 1975 gehört auch der von
Friedrich Streich erfundene „kleinste blaue Elefant der Welt“ zur
Maus, und die kleine gelbe Ente machte 1987 das Trio komplett. Mit
der vor sieben Jahren entwickelten und vielfach ausgezeichneten
„Sendung mit dem Elefanten“ machen Vorschulkinder heute ihre ersten
Schritte in die Medienwelt. Generationen von Kindern sind mit
Friedrich Streichs Trickgeschichten aufgewachsen. „Angeblich geht die
Maus wie ich“, sagte der Trickfilmer einmal in einem Interview.

Geboren wurde Friedrich Streich am 17. Juni 1934 in Zürich. Bevor
er zur „Maus“ kam, war er als Schauspieler, Journalist und
Karikaturist tätig. Veröffentlichungen seiner Cartoons erschienen
unter anderem im Tagesanzeiger Zürich, im Nebelspalter, in der
Süddeutschen Zeitung und in der Münchner Abendzeitung. Ab 1960
arbeitete der im Deutschen Institut für Filme und Fernsehen (DIFF)
ausgebildete Dramaturg und Regisseur als Trickfilmer.

„Die Sendung mit der Maus“ präsentiert am kommenden Sonntag (12.
Oktober, Das Erste, 10.00 Uhr; KiKA, 11.30 Uhr) einige von Friedrich
Streichs schönsten Maus-Spots. Aus dem „Maus“-Archiv ins Programm
genommen wird zudem auch eine Sachgeschichte von Friedrich Streichs
Weggefährten Armin Maiwald: Er besuchte ihn 1980 in München. Dort, in
Streichs Trickstudio, begann die Arbeit an den Maus-Spots immer am
Zeichentisch, mit einem Bleistift und einem weißen Blatt Papier.
Schon nach wenigen Strichen war eine Maus zu erkennen. „Das macht der
Friedrich Streich. Der macht die Zeichentrickfilme von der Maus“,
kommentiert Armin.

Das Maus-Team erinnert an Friedrich Streich auch in einem
Online-Spezial unter die-maus.de.

Fotos stehen unter ard-foto.de zur Verfügung.

Besuchen Sie auch die WDR-Presselounge unter presse.WDR.de.

Pressekontakt:
Bei Fragen richten Sie sich bitte an:
Ingrid Schmitz
WDR Presse und Information
Telefon 0221 220 7100

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