Friedrich/Stübgen: Bei Brexit-Verhandlungen an die gemeinsame Zukunft denken

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Nationale Parlamente frühzeitig einbinden

Großbritannien hat am heutigen Mittwoch formal seine Absicht
mitgeteilt, aus der Europäischen Union auszutreten. Dazu erklären der
stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagesfraktion,
Hans-Peter Friedrich, und der europapolitische Sprecher Michael
Stübgen:

Hans-Peter Friedrich: „Der EU-Austritt der Briten beschert uns
schwierige Verhandlungen auf vielen Politikfeldern. Dabei müssen sich
beide Verhandlungspartner bewusst bleiben, dass sie auch nach dem
britischen EU-Austritt gemeinsame Interessen haben werden. Wir können
auch künftig vielen Herausforderungen nur zusammen begegnen. Das gilt
für die drängenden Fragen der inneren und äußeren Sicherheit, aber
auch für die weitere Gestaltung unserer bislang sehr erfolgreichen
wirtschaftlichen Beziehungen.

Wir erwarten transparente Verhandlungen, bei denen nicht nur das
Europäische Parlament seinen, sondern auch die nationalen Parlamente
ihren Beitrag leisten, der ihnen als Vertreter der Bürger Europas
zukommt.“

Michael Stübgen: „Der Brexit ist ein dramatischer Vorgang, mit dem
wir umgehen müssen. Das Referendum ging verloren, weil die EU in
Großbritannien jahrelang schlecht geredet wurde. Jetzt müssen der
Rückzug der Briten geordnet und das künftige Verhältnis beider Seiten
austariert werden. Europa kann aber auch begeistern, wenn es sich auf
seine Stärken und Werte besinnt. Sichtbare Zeichen hierfür sind die
Kundgebungen der in Deutschland gestarteten Bürgerinitiative –Pulse
of Europe–.

Die EU hat einen Prozess zur Gestaltung der Zukunft Europas
gestartet, der bis zur Europawahl 2019 andauern soll. Dieser bietet
die Gelegenheit zur Reflexion, warum es besser ist, in der EU zu
bleiben, als außen vor zu stehen. Damit wird der Zusammenhalt der
verbleibenden 27 Mitgliedstaaten gestärkt. Zugleich arbeiten wir
daran, dass der Brexit ein historisch einzigartiger Vorgang bleibt.“

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
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