FT: Flensburger Tageblatt

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All die Diskussionen um die Papstrede im
Bundestag haben sich als haltlos erwiesen. Das Oberhaupt der
katholischen Kirche trat im deutschen Parlament nicht als Missionar
oder politischer Besserwisser auf. Benedikt XVI. blieb sich und
seinem intellektuellen Anspruch treu. So nutzte er das Hohe Haus für
eine rechtsphilosophische Vorlesung mit einem großen Tiefgang, der
politischen Debatten meist fern ist, ihnen aber guttun würde. Jene
Abgeordnete, die der Rede ferngeblieben waren, bewiesen letztlich
nur, dass sie zu einem anspruchsvollen, kritischen Diskurs über
grundsätzliche Fragen zur europäischen Rechtskultur und zu den
ethischen Grundlagen in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht mehr
fähig sind. Dem Populismus seiner Kritiker setzte der Papst schlicht
Ernsthaftigkeit entgegen. Den Bundestag hat der Papst auf hohem
Niveau zum Nachdenken herausgefordert. Das verdient Respekt.

Pressekontakt:
Flensburger Tageblatt
Stephan Richter
Telefon: 0461 808-0
redaktion@shz.de

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