Fünf Projekte aus Deutschland erhalten den Bürgerpreis des Europäischen Parlaments

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ENDSTATION RECHTS., SOS MEDITERRANEE, die
Vereinigung „Frauen in der Euregio Maas-Rhein“, Erwin Vollerthun für
die deutsch-polnische Verständigung und das Berufliche Schulzentrum
Wurzen mit Gabriele Hertel erhalten in diesem Jahr den Europäischen
Bürgerpreis des Europäischen Parlaments. Die Preisträgerinnen und
Preisträger wurden jeweils von Europaabgeordneten nominiert. Eine
Jury des Europäischen Parlaments wählte aus den europaweit insgesamt
87 Nominierungen 50 Projekte, Initiativen und Einzelpersonen aus, die
sich in besonderer Weise um die europäische Zusammenarbeit und die
Förderung der gemeinsamen Werte verdient gemacht haben. Die fünf
Bürgerpreis-Träger aus Deutschland (ausführliche
Projektbeschreibungen siehe unten) werden im September zu der
nationalen Preisverleihung im Europäischen Haus in Berlin eingeladen.
Die Bürgerpreis-Träger aus allen EU-Staaten werden zudem am 12. und
13. Oktober 2016 bei einer gemeinsamen Feier im Europäischen
Parlament in Brüssel geehrt.

Das Europäische Parlament verleiht seit dem Jahr 2008 jedes Jahr
den Europäischen Bürgerpreis in Form einer Bürgerpreis-Medaille.
Ausgezeichnet werden Bürgerinnen und Bürger oder auch Organisationen
und Vereine, die die europäischen Werte und die Zusammenarbeit
zwischen den Menschen in Europa in herausragender Weise verkörpern
und durch ihre Aktivitäten fördern.

Die fünf Bürgerpreis-Träger aus Deutschland:

ENDSTATION RECHTS. ist ein ehrenamtliches Nachrichtenportal,
welches täglich über die NPD und den Rechtsextremismus in Deutschland
berichtet. Seit 2006 aktiv, hat sich das Portal zum Ziel gemacht,
Bürgerinnen und Bürger durch Mode mit dem Modelabel „Storch Heinar“
sowie durch Musik und ehrenamtliches Engagement über Neonazis und
rechtes Gedankengut aufzuklären. ENDSTATION RECHTS. und „Storch
Heinar“ leisten einen herausragenden Beitrag dazu, dass der
Rechtsextremismus in Deutschland thematisiert und diskutiert wird.
www.endstation-rechts.de.

SOS MEDITERRANEE ist eine Bewegung von Bürgern zur Rettung
Schiffbrüchiger im Mittelmeer. Als eine humanitäre Gesellschaft ist
sie von politischen Parteien und Konfessionen unabhängig und auf den
Respekt gegenüber dem Menschen und seiner Würde gegründet. Mit dem
Ziel, Menschen von Schiffen in Seenot zu retten, sie
medizinisch-psychologisch zu betreuen und über die Realitäten der
Fluchtumstände sowohl die Flüchtlinge als auch die Öffentlichkeit zu
informieren, leistet SOS MEDITERRANEE einen wichtigen Beitrag zur
Aufklärung und Lösung der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa.
www.sosmediterranee.org/?lang=en.

Die Vereinigung „Frauen in der Euregio Maas-Rhein“ widmet sich den
Belangen von Frauen im Gebiet rund um Hasselt, Lüttich, Eupen,
Maastricht und Aachen, stets mit der Vision eines sich einigenden
Europas. Dabei gilt es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in
den unterschiedlichsten kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen
Bereichen voranzutreiben. Sich solidarisch zu vereinigen und zu
informieren ohne politische und philosophische Vorbehalte, hat
bereits im Jahr 1975 zur Gründung der „Frauen in der EMR“ geführt.
Bis heute ist die Gruppe mit ihrem umfangreichen Jahresprogramm eine
der aktivsten in der Grenzregion.

Erwin Vollerthun engagiert sich seit langer Zeit für die
deutsch-polnische Völkerverständigung und widmet sich beispiellos dem
Wohlergehen der Gemeinde Elbing (Polen), obwohl er aus dem 1200 km
entfernten Ort Krumbach kommt. Neben seinem Willen, privat vor Ort
persönliche Kontakte mit der Bevölkerung und Organisationen zu
pflegen, konnte Erwin Vollerthun in den letzten 15 Jahren etwa
30.000EUR an Spenden für wohltätige Zwecke in Elbing sammeln. Diese
kamen u.a. der Stiftung Elbing oder der Caritas Armenküche zu Gute.
Für seine Verdienste um die deutsch-polnischen Freundschaft wurde er
bereits mit dem Philantropenpreis 2014 der Stiftung Elbing
ausgezeichnet.

Das Berufliche Schulzentrum Wurzen führte unter der Leitung von
Gabriele Hertel und unter dem Motto „Rappen für die Menschenrechte“
im Jahr 2010 mit großem Erfolg ein deutsch-polnisches
Schülerbegegnungsprojekt durch. Durch diese und andere Projekte in
Europa und Israel vermitteln Gabriele Hertel und ihr Team seit 16
Jahren demokratische Werte. Schülerinnen und Schüler, die sich
anfangs in der rechten Szene bewegten, setzten sich mit Teilnehmern
aus Polen, Litauen und Israel mit den Menschenrechtsverbrechen im
Nationalsozialismus und den Gefahren des Rechtsextremismus heute
auseinander.

Pressekontakt:
Europäisches Parlament
Informationsbüro in Deutschland
Judit Hercegfalvi, Presseattachée
Tel.: 030 2280 1080
presse-berlin@ep.europa.eu

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