„Für dich ist alles was ich tue selbstverständlich!“ – Deutsche Arbeitnehmer wünschen sich mehr Lob und Anerkennung (FOTO)

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Sodexo, Anbieter für betriebliche Sozialleistungen und Incentives,
fragte 1.000 deutsche Arbeitnehmer nach ihrer Beziehung zum
Arbeitgeber. Im „Sodexo Beziehungsbarometer“ standen diesmal die
Wünsche der Arbeitnehmer und die offenbar fehlende Anerkennung
seitens der Arbeitgeber im Fokus. Jeder weiß: Geschenke erhalten die
Freundschaft. Die kleinen Gesten sind es, die zeigen, wie viel man
einander bedeutet und sich gegenseitig schätzt. Auch in der Beziehung
zwischen Chef und Angestellten sieht das nicht anders aus. Leider
honorieren jedoch nur die wenigsten Arbeitgeber die Leistungen ihrer
Mitarbeiter. 45 Prozent der befragten Arbeitnehmer haben
beispielsweise im vergangenen Jahr kein einziges Geschenk von ihrem
Chef erhalten oder höchstens eine Grußkarte. Viele Mitarbeiter fühlen
sich nicht ausreichend wertgeschätzt: Lediglich ein Drittel aller
Befragten erhält regelmäßig Lob und Anerkennung für die geleistete
Arbeit.

Ein sensibles Thema: Geschenke für Mitarbeiter

Die Umfrage zeigt klar, was sich die Mitarbeiter wirklich
wünschen. Während ein großer Teil tatsächlich gar keine
Zusatzleistungen erhält, gab es im letzten Jahr immerhin für knapp
ein Viertel (24 Prozent) Sonderzahlungen oder Gutscheine zum Essen,
Tanken oder Einkaufen. Allerdings hätten sich 62 Prozent aller
Befragten diese Form der Zuwendung von ihrer Chefetage gewünscht.
Stattdessen erhielten 20 Prozent der Befragten Geschenke wie Blumen,
Pralinen, Wein, Kugelschreiber oder Accessoires. Die Freude darüber
hält sich sehr in Grenzen, denn gerade mal fünf Prozent hätten diese
Geschenke tatsächlich von sich aus auf ihre Wunschliste gesetzt.

„Den Mitarbeitern aktiv zu zeigen, dass man sie wertschätzt, ist
essentiell für ein zufriedenes Team und eine gute Arbeitsatmosphäre“,
sagt George Wyrwoll, Sodexo Unternehmenssprecher. „Es ist schade,
wenn die Bemühungen der Arbeitgeber verpuffen, weil sich die
Mitarbeiter eigentlich ganz andere Geschenke oder Zuwendungen
wünschen. Gutscheine und Sonderzahlungen scheinen bei vielen
Arbeitnehmern genau deshalb sehr gut anzukommen, weil sich die
Empfänger selbst aussuchen können, was sie mit dem Geld kaufen.
Immerhin sechs Prozent der Befragten hätten sich auch einen
Aufenthalt in einem Hotel oder Tickets für eine Veranstaltung
gewünscht. Diesen Wunsch können Führungsetagen nutzen und daraus
Teamveranstaltungen für alle Mitarbeiter etablieren.“

Teamveranstaltung? Fehlanzeige

Auch das fand die Umfrage jedoch heraus: Teamveranstaltungen,
gemeinsame Betriebsausflüge oder Feiern sind längst kein gängiges
Konzept in Deutschland. Nur knapp ein Viertel der Befragten kommen in
den Genuss von regelmäßigen Teamveranstaltungen, die auch vom
Unternehmen gezahlt werden. 15 Prozent der Befragten gaben an, zwar
regelmäßig Teamveranstaltungen zu haben, diese aber aus eigener
Tasche zahlen zu müssen. Bei 38 Prozent stehen nur einmal im Jahr
oder sogar noch seltener gemeinsame Aktivitäten auf Kosten des
Unternehmens auf dem Programm, während bei einem Viertel der
befragten Arbeitnehmer generell keine Veranstaltungen für das Team
stattfinden. „Arbeitgeber nehmen sich mit diesem Verhalten die
Chance, ihren Mitarbeitern Anerkennung zu zeigen“, sagt George
Wyrwoll. „Betriebsveranstaltungen wie Sommerfeste, Jubiläumsfeiern,
Weihnachtsfeiern oder gemeinsame Konzertbesuche sind wirkungsvolle
teambildende Maßnahmen und fördern das vielbeschworene Betriebsklima.
Und dafür gibt es sogar einen Steuerfreibetrag von jeweils 110 Euro
je Mitarbeiter. Zwei Betriebsfeiern pro Jahr sind kein Problem für
das Finanzamt.“

Keine Veranstaltung? Kein Lob? Unzufriedene Mitarbeiter als Folge

Trotz der steuerlichen Vorteile und auch der emotionalen
Komponente für die Zufriedenheit der Mitarbeiter, scheinen immer noch
viele Arbeitgeber nicht ausreichend Energie in die Pflege der
Beziehung zu ihren Mitarbeitern zu stecken. Es gibt kaum
Teamveranstaltungen und wenn, dann müssen Mitarbeiter diese aus
eigener Tasche zahlen. Selbst was das reine Aussprechen von Lob und
Anerkennung angeht, scheinen sich deutsche Chefs schwer zu tun:
Während wenigstens ein Drittel der Befragten regelmäßig Lob und
Anerkennung erhält, können die meisten Mitarbeiter das nicht
behaupten. 44 Prozent erhalten nur sehr selten ein Lob des Chefs und
17 Prozent haben überhaupt nicht das Gefühl, dass ihre Arbeit
wertgeschätzt wird. Fünf Prozent haben sogar soviel Pech, dass bei
ihnen generell nur Kritik und keine positiven Dinge kommuniziert
werden. In Zeiten, in denen sich der Arbeitsmarkt aufgrund des
demographischen Wandels hin zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt,
sollten Arbeitgeber zukünftig mehr Energie in die Beziehungspflege zu
ihren Mitarbeitern stecken. Andernfalls holen sich die Mitarbeiter
ihre kleinen Gesten und Zuwendungen schnell bei einem anderen
Arbeitgeber.

Pressekontakt:
Nicole Dau
Oseon
040-22 81 70 0-14
sodexo@oseon.com

Original Content von: Sodexo, übermittelt durch news aktuell

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