FZ: Neues Drama bahnt sich an „Fuldaer Zeitung“ (13.05.2017) zur Wahl in NRW

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In NRW, dem bevölkerungsreichsten Bundesland und
Stammland der SPD, hat schon einmal ein Drama der Sozialdemokratie
seinen Lauf genommen: Es war 2005, als der Machtverlust der SPD an
Rhein und Ruhr auch den Wendepunkt im Bund markierte. Ein
entzauberter Basta-Kanzler namens Gerhard Schröder stellte im
Bundestag die Vertrauensfrage, und die anschließende Neuwahl markiert
den Anfang der bis heute andauernden Kanzlerschaft Angela Merkels.
Auch morgen könnte in Düsseldorf wieder ein sozialdemokratisches
Trauerspiel beginnen: Sollte Rot-Grün abgewählt werden, so dürfte das
den Anfang vom Ende der Machtpläne des Kanzlerkandidaten Martin
Schulz bedeuten. Kaum denkbar, dass der farblose Rote das Ruder nach
den bereits verlorenen Wahlen im Saarland und in Schleswig-Holstein
in den verbleibenden Monaten noch einmal herumreißen könnte.

Die Welle, die ihn zu Jahresbeginn auf Augenhöhe mit der CDU
katapultierte – weit, weit weg. Kaum ein politischer Hoffnungsträger
hat so schnell an Zustimmung eingebüßt wie Schulz, von dem bis heute
niemand so richtig weiß, wofür er eigentlich steht. Wie ist sein
Verhältnis zur Linken? Wie sieht seine Vorstellung von Europa aus?
Welche Belastungen kämen auf den Mittelstand zu? Die Aura des
Menschenfischers, die ihn umgab, ist jedenfalls schneller verflogen,
als es die sich schon auf der Siegerstraße wähnende SPD registrierte.
Schulz wirkt hölzern, mürbe, hat bisher die ihm anhängenden Vorwürfe
von Vetternwirtschaft und Selbstbereicherung nicht aus dem Weg räumen
können.

Dabei bräuchte Hannelore Kraft angesichts der miesen Eckdaten in
ihrem Land dringend die euphorische Kraft eines Kanzlerkandidaten,
wie sie Ende Januar spürbar war. Bei Wachstum, Verschuldung,
Arbeitslosigkeit und Bildung liegt NRW weit hinter anderen Ländern
zurück. Von „innerer Sicherheit“ mag man kaum sprechen angesichts der
Tatsache, dass es in keinem Bundesland mehr Einbrüche gibt, dass der
Berlin-Attentäter Amri in NRW zwar monatelang beschattet, aber nicht
abgeschoben wurde, dass es zahlreiche „No-Go-Areas“ gibt, in der das
deutsche Recht nicht mehr gilt. Eine erfolgreiche Bilanz sieht anders
aus – und es wäre nur folgerichtig, wenn der Wähler der
Landesregierung morgen dafür die Quittung präsentierte. / Bernd
Loskant

Pressekontakt:
Fuldaer Zeitung
Bernd Loskant
Telefon: 0661 280-445
Bernd.Loskant@fuldaerzeitung.de

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