G20-Staaten sollen Bepreisung von CO2 beschließen

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– G20-Staaten als Treiber für globale Umsetzung des Pariser
Klimaabkommens
– Erfolgreicher Klimaschutz braucht wirksame CO2-Bepreisung
– Gemeinsamer Vorstoß von Industrieverband, Umweltorganisation und
Forschungsinstitut

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Germanwatch und
das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change
(MCC) fordern die G20-Länder auf, globalen Klimaschutz, orientiert an
den Klimazielen des Pariser Abkommens, mit einer Initiative für ein
starkes Preissignal für CO2 voranzutreiben. Vor Bekanntwerden der
Agenda für die im Dezember beginnende deutsche G20-Präsidentschaft
will die ungewöhnliche Allianz aus Wirtschaftsverband,
Umweltorganisation und Forschungsinstitut so ambitionierten
Klimaschutz, Planungssicherheit, fairen Wettbewerb und notwendige
Investitionen befördern.

Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, erklärt mit
Blick auf die deutsche G20-Präsidentschaft, die wenige Monate nach
dem am Sonntag beginnenden G20-Gipfel in China den Staffelstab
übernehmen wird: „Wir hoffen, dass es der Bundesregierung gelingt,
die Einführung – und auf mittlere bis längere Frist die schrittweise
Anhebung – von abgestimmten CO2-Preisen in der G20 auf die Agenda zu
setzen. Mit einem international abgestimmten Preissignal können
Wettbewerbsverzerrungen zwischen den größten Wettbewerbern verhindert
werden.“

Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch,
erläutert: „Deutschland und die anderen großen Volkswirtschaften
würden mit wirksamen und allmählich steigenden Preisen an Verbraucher
und Investoren ein klares Signal senden, dass sie die Pariser
Klimaschutzziele wirkungsvoll umsetzen wollen. Ein Bepreisungssignal
fehlt bisher im internationalen Instrumentenmix. Auch wenn die drei
Mitglieder unserer Allianz bei der darüber hinaus notwendigen
Klimapolitik nicht immer einer Meinung sind, so sind wir uns bei
dieser wichtigen Forderung einig. Die CO2-Bepreisung sollte begleitet
werden vom Abbau der fossilen Subventionen.“ Die G20-Staaten sind für
etwa 75 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich
und erwirtschaften mehr als 80 Prozent des weltweiten
Bruttoinlandsprodukts. Damit spielen sie für die Umsetzung der
ambitionierten Paris-Ziele die entscheidende Rolle.

Gelänge es, innerhalb der G20 einen CO2-Mindestpreis abzustimmen,
der absehbar zunächst zwischen Industrie- und Schwellenländern
differenziert würde, könnten Wettbewerbsnachteile für einzelne Länder
und Industrien vermieden werden. „Außerdem ist CO2-Bepreisung ein
starker Motor für technische Innovationen und sie bringt den
Regierungen wichtige Einnahmen, die sie in Investitionen für eine
CO2-arme und an den Klimawandel angepasste Infrastruktur stecken
können. Damit können gleichzeitig die neuen Globalen Nachhaltigen
Entwicklungsziele der Vereinten Nationen vorangebracht und
Strukturwandelprozesse hin zu emissionsärmerem Wirtschaften
optimieren werden. Umsetzen könnten die Staaten die Bepreisung durch
einen funktionierenden Emissionshandel oder CO2-Abgaben“, so Ottmar
Edenhofer, Direktor des Mercator-Instituts MCC.

Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
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