Gewalt in Burundi eskaliert: SOS-Jugendlicher stirbt durch Polizeikugel in Burundi / SOS-Kinderdörfer warnen vor Genozid

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Die eskalierende Gewalt in Burundi hat nun auch
das Leben eines ehemaligen SOS-Kindes gefordert. Dies teilten die
SOS-Kinderdörfer weltweit in München mit. Der 27-jährige Cyrile sei
in Bujumbura von Polizisten erschossen worden. „Wir sind entsetzt
über Cyriles sinnlosen Tod“, erklärt der Pressesprecher der
SOS-Kinderdörfer weltweit, Louay Yassin.

Nach Angaben der Hilfsorganisation war der Student, der im
SOS-Kinderdorf in Bujumbura aufgewachsen war, in der Nacht zum
Mittwoch mit Freunden in einer Bar. In der Nachbarschaft kam es immer
wieder zu Schusswechseln. Als sich die jungen Leute bei einer
Feuerpause entschlossen, die Bar zu verlassen, wurden sie von der
Polizei gestoppt. Laut Augenzeugenberichten hob der 27-jährige Cyrile
sofort die Arme, um zu zeigen, dass er unbewaffnet war. Dennoch wurde
der Student von einem Polizisten angeschossen und starb noch am Ort
des Geschehens.

Der Vorfall sei ein weiteres Indiz dafür, dass sich die politisch
motivierte Gewalt in dem Land ausweite und drohe, den ethnischen
Konflikt zwischen den Bevölkerungsgruppen der Hutu und Tutsi erneut
aufflammen zu lassen, warnten die SOS-Kinderdörfer. Eine weitere
Eskalation ließe einen Genozid wie schon 1972 und 1993 befürchten.
Dies müsse dringend durch ein Eingreifen der AU und UN verhindert
werden, so die Hilfsorganisation, die seit 1979 in Burundi tätig ist.

Pressekontakt:
München,25.11.15

Weitere Informationen:
Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

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