Greenpeace-Aktivisten protestieren vor G20-Konferenz für besseren Schutz der Meere / 50 Aktivisten fordern im See vor Bremer Tagungshotel weniger Plastikmüll

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Für den Schutz der Meere demonstrieren rund 50
Greenpeace-Aktivisten heute vor der G20-Konferenz zu Plastikmüll in
Bremen. Im See vor dem Tagungshotel formen die Aktivisten in
Überlebensanzügen schwimmend das englische Wort „ACT“. Ein 32
Quadratmeter großes Schwimmbanner ergänzt den Schriftzug „for
plastic-free oceans“ („Jetzt handeln, für Meere ohne Plastik“).
Vertreter der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer
diskutieren auf Einladung der Bundesregierung Wege, wie sich die
wachsende Menge Plastikmüll in den Meeren reduzieren lässt. „Die
Vermüllung der Meere ist ein globales Problem. Wenn die G20 ihrem
Führungsanspruch gerecht werden wollen, müssen sie bei der Lösung
vorangehen“, sagt Thilo Maack, Meeresexperte von Greenpeace.

Die Bundesregierung tut bislang zu wenig, um das wachsende
Plastikproblem einzudämmen. In Deutschland werden laut
Umweltbundesamt (UBA) pro Jahr mehr als fünf Milliarden Plastiktüten
verbraucht. Viele davon landen als Müll in der Umwelt, oft auch in
Flüssen und schließlich im Meer. Greenpeace fordert von
Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Plastiktüten gesetzlich zu
verbieten. Gleichzeitig müssen Mikrokunststoffe in Pflegeprodukten
und Kosmetika durch umweltverträgliche Alternativen ersetzt werden.
Die Kosmetikindustrie setzt laut UBA in ihren Produkten in
Deutschland jährlich allein 500.000 Kilogramm Polyethylen (PE) als
Mikroplastik ein, das über das Abwasser bis ins Meer gelangt. Darüber
hinaus kommen viele weitere Mikrokunststoffe in fester, flüssiger und
andere Form zum Einsatz. „Freiwillig wird die Industrie nicht auf
Plastik verzichten. Wir brauchen ein Verbot von kosmetischen
Mikrokunststoffen und von Plastiktüten“, so Maack.

Deutschland ist europäischer Spitzenreiter im Plastikverbrauch

Deutschland hat sich als EU-Mitglied verpflichtet, einen Beitrag
zu leisten, um die europäischen Meere bis zum Jahr 2020 in einen
guten Umweltzustand zu bringen. Nach der europäischen
Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie muss die EU die Vielfalt der Arten
in den Ozeanen erhalten und die Meere vor der Vermüllung schützen.
Rechnerisch gelangen jedoch weltweit allein während der dreitägigen
Konferenz fast 66.000 Tonnen Plastik von Land aus ins Meer. Der
bessere Schutz wäre laut Greenpeace, die Produktion von Plastik
generell zu senken. Jährlich werden weltweit 322 Millionen Tonnen
Plastik produziert, ein Großteil davon als Einwegverpackungen. In
Europa liegt der Plastikverbrauch im Jahr bei fast 50 Millionen
Tonnen, ein Viertel davon fällt allein in Deutschland an.

Deutschland sitzt derzeit der G20 vor. Bundeskanzlerin Angela
Merkel (CDU) hat dabei Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu
Schwerpunktthemen erkoren. Entsprechend hoch sind die Erwartungen,
dass beim G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg auch starke Beschlüsse
zum Schutz der Meere gefasst werden.

Achtung Redaktionen:

Rückfragen bitte vor Ort an Thilo Maack, Tel. 0171-8780841 oder
Pressesprecherin Antje Rudolph, Tel. 0151-42261551. Inhaltliche
Fragen zur Konferenz an Dr. Sandra Schöttner, Meeresexpertin von
Greenpeace, Tel. 0151-56904445. Fotos unter 040-30618-376,
Videomaterial unter 0175-5891718. Pressestelle: Telefon
040-30618-340, E-Mail presse@greenpeace.de; Greenpeace im Netz:
www.greenpeace.de, http://twitter.com/greenpeace_de,
www.facebook.com/greenpeace.de

Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

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