Griechenland: Auch mit neuer Regierung werden immer mehr Familien in die Armut rutschen / SOS fordert EU und IWF auf, eine tragfähige Lösung für Kinder und Familien zu finden

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Auch nach der Wiederwahl von Alexis Tsipras
und seines Linksbündnisses Syriza werden weiterhin viele Familien und
besonders Alleinerziehende in die Armut rutschen. Davon ist der
Leiter der SOS-Kinderdörfer in Griechenland George Protopapas
überzeugt: „Nach der Wahl wird sich nichts an der schwierigen
Situation für die vielen verarmten Familien ändern. Durch die
Sparmaßnahmen und Steuerhöhungen, die durch das 3. Hilfspaket
anstehen, werden noch weitere hundert Familien in die Armut
rutschen“, erklärte Protopapas am Montag. In Griechenland ist durch
die Auswirkungen der Krise mittlerweile jedes dritte Kind von der
Armut betroffen. Hohe Arbeitslosenquoten, aufgebrauchte Ersparnisse
und fast keine soziale Absicherung führen dazu, dass tausende
Familien nicht mehr wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen.

Die SOS-Kinderdörfer weltweit appellieren deshalb an die EU, den
IWF und die Geberländer, schnellstmöglich eine tragfähige Lösung zu
finden, damit nicht noch mehr Familien in die Armut rutschen und noch
mehr Kinder leiden müssen.

Die SOS-Kinderdörfer haben auf diese dramatischen Entwicklungen
reagiert und geben mehr als 1.500 Familien materielle (Lebensmittel,
Kleidung, Babynahrung), medizinische Hilfen und psychologische Hilfe.
In den kommenden Wochen weitet SOS die Hilfe noch aus und wird zwei
weitere Sozialzentren aufbauen und damit die Zahl auf neun erhöhen.

Pressekontakt:

Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org
http://www.sos-kinderdoerfer.de/news/griechenland

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