Griechenland: SOS warnt vor weiterer „Welle der Armut“

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Die SOS-Kinderdörfer warnen aufgrund der von
der EU geforderten Mehrwertsteuer-Erhöhung in Griechenland vor einer
weiteren „Welle der Armut“. Die derzeit tagenden Vertreter von EZB,
IWF und EU forderte die Hilfsorganisation auf, die griechische
Wirtschaft zu stützen, damit mehr Menschen in Lohn und Brot kommen.

„Durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer werden die Kosten für
Lebensmittel unseren Berechnungen zufolge um ein Viertel steigen. Die
höheren Produktionskosten werden auf die Lebensmittel umgelegt“,
erklärte der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Griechenland, George
Protopapas. Das bedeute, dass eine vierköpfige Familie im
Durchschnitt rund 75 Euro pro Monat mehr für Lebensmittel ausgeben
müsse. „Das ist sehr viel, wenn sie kein Einkommen mehr haben. Wir
erwarten, dass viele Menschen, die sich mit Gelegenheitsjobs gerade
noch so über Wasser halten können, das in Zukunft nicht mehr können.“

In Griechenland gibt es kein soziales Netz. Arbeitslose erhalten
ein Jahr lang Arbeitslosengeld. Danach zahlt der Staat nichts mehr.
„Viele Familien sind völlig verzweifelt und wissen nicht mehr, wie es
weiter geht“, erklärte Protopapas. Die SOS-Kinderdörfer unterstützen
derzeit in Griechenland 1500 durch die Krise verarmte Familien.

Pressekontakt:
Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

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