Großes Hoffnungszeichen für Kinder mit HIV und AIDS

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Rund 30.000 Menschen haben sich engagiert – Unterschriften werden an
Kanzleramt übergeben

Druck auf Regierung, mehr im weltweiten Kampf für von HIV und AIDS
betroffene Kinder zu tun

Dank Druck auf Pharmaindustrie: Von HIV betroffene Kinder haben
endlich eine Chance auf geeignete Medikamente

Die Kampagne „Kinder ohne AIDS: Medikamente und Tests für Alle!“
hat sich dafür eingesetzt, dass Kinder weltweit Zugang zu geeigneten
und lebensnotwendigen Medikamenten und Tests bekommen. Ein Jahr lang
hat das entwicklungspolitische Aktionsbündnis gegen AIDS, bestehend
aus knapp 300 Mitgliedsorganisationen, intensive politische
Informations- und Überzeugungsarbeit dafür geleistet. Die
Bundesregierung wird aufgefordert mehr für den Kampf gegen HIV und
AIDS zu investieren und Druck auf die Diagnostikahersteller
auszuüben, damit Preise sinken. 29.272 Unterschriften von engagierten
Unterstützern wurden im Rahmen des Weltaidstags (1. Dezember) am 30.
November dem Bundeskanzleramt übergeben.

„Bis Kinder weltweit ohne AIDS aufwachsen können, wie in den
nachhaltigen Entwicklungszielen vereinbart, müssen international
verantwortliche Akteure noch viele Schritte unternehmen. Deshalb sind
wir heute im Bundeskanzleramt“, ergänzt Marwin Meier,
Kindergesundheitsexperte von World Vision. „Von der Bundesregierung
erwarten wir mehr Investitionen. So können ärmere Staaten ihre
lebenslang benötigten Behandlungsprogramme für alle Menschen
ausweiten. Die bislang vernachlässigten Kleinkinder würden besonders
davon profitieren. Der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS,
Tuberkulose und Malaria sollte mit mindestens 400 Millionen Euro
jährlich unterstützt werden.“

„Pharmafirmen haben ihre Patente auf zentrale Kinderpräparate an
den sogenannten Patentpool gegeben. In Zukunft können geeignete und
bezahlbare HIV-Medikamente für Kinder durch Generikahersteller
produziert werden und fast allen HIV-positiven Kindern weltweit
zugutekommen“, sagt die Sprecherin des Aktionsbündnisses gegen AIDS,
Astrid Berner-Rodereda, von Brot für die Welt. „Wenn nun für Kinder
geeignete Medikamente mit weniger Alkoholgehalt und in Form von
löslichen Tabletten und Granulaten hergestellt werden, ist das ein
wichtiger Fortschritt“, ergänzt Tanja Funkenberg, Gesundheitsexpertin
von terre des hommes Deutschland. „Es reicht aber nicht, solange noch
nicht alle Kinder Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten und Tests
haben.“ Ende 2014 haben weltweit erst 32 % der Kinder Zugang zu
HIV-Medikamenten.

„Wichtig ist auch der flächendeckende Ausbau von sogenannten
Viruslasttestmöglichkeiten, ohne die Kleinkinder nicht erfolgreich
und nicht früh genug getestet werden können“, betont Frank Mischo,
AIDS-Experte der Kindernothilfe und Koordinator der Kampagne.
„Ansonsten drohen 80 Prozent der betroffenen Kinder vor dem fünften
Lebensjahr unbehandelt zu sterben.“

Kontakt:
Frank Mischo, Kindernothilfe und Kampagnen-Koordinator
Telefon: 0163/2344 357 / E-Mail: frank.mischo@knh.de

Druckfähige Bilder zum Download ab 11Uhr und mehr Informationen:
www.kinderohneaids.de

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