Großes Kampagnenfinale von „Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“ / Fast 50.000 Menschen unterstützen mit Petition Forderung nach Beitritt der USA zum Minenverbot

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Heute, am internationalen Tag zur
Aufklärung über die Minengefahr, unterstützen 47.670 Menschen
weltweit mit einer Petition die Forderung, dass die USA endlich dem
internationalen Minenverbotsabkommen beitreten. Die internationale
Kampagne „Lend your leg – Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“,
die in Deutschland von Handicap International und SODI umgesetzt
wurde, erreichte damit einen entscheidenden Vorstoß, um die
US-Regierung endlich zum Umdenken zu bewegen.

Bekräftigt wurde diese Forderung am heutigen Tag mit großen
Aktionen am Brandenburger Tor in Berlin sowie auf dem Marienplatz in
München. Erfahrene Kampfmittelräumer zeigten auf künstlichen
„Minenfeldern“ ihre riskante Arbeit und machten so auf die noch immer
lauernden Gefahren von Minen aufmerksam. „Wir wissen aus unserer
Arbeit in vielen verminten Regionen, wie mühsam und langwierig die
Aufgabe der Entminungsexperten ist und sehen mit Besorgnis, wie die
Konflikte der letzten Zeit wieder vermehrt Minen und Blindgänger
hinterlassen,“ sagt François De Keersmaeker, Geschäftsführer von
Handicap International Deutschland.

Seit dem Kampagnenstart am 1. März findet die Kampagne „Lend your
leg – Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“ weltweit und auch in
Deutschland prominente Unterstützung. Mit einer einfachen Geste –
einem hochgeschlagenen Hosenbein – zeigten hierzulande 33 Prominente,
55 PolitikerInnen aller im Bundestag vertretenen Parteien sowie
zahlreiche BürgerInnen, wie wichtig es ist, dass endlich in allen
Ländern Landminen und Streubomben verboten werden. Gestern kam zu den
vielen Prominenten noch die belgische Prinzessin Astrid hinzu. (alle
Fotos in Druckqualität auf www.zeigdeinbein.de).

Mit der internationalen Petition, die auch auf der deutschen
Kampagnenseite www.zeigdeinbein.de unterzeichnet werden konnte,
fordert die Kampagne von der US-Regierung, endlich dem Vertrag über
ein Verbot von Anti-Personen-Minen beizutreten. 162 Staaten haben
dieses 1997 geschlossene Abkommen bereits unterzeichnet. Die
Geschäftsführerin von SODI, Sylvia Werther, betont: „Für eine Welt
ohne Minen ist der Beitritt der USA zum internationalen
Minenverbotsabkommen besonders entscheidend, weil die USA in ihrer
Vorbildfunktion andere Staaten dazu bewegen könnten, das Abkommen zu
unterzeichnen.“ Da der US-Botschafter in Berlin für eine Übernahme
der gesammelten Unterschriften am heutigen Tag nicht bereit stand,
wurde das Petitionsbuch in einer symbolischen Aktion übergeben.

Nicht nur in Deutschland wird heute der UN-Minentag begangen. In
zahlreichen Ländern finden ebenfalls Veranstaltungen und Aktionen
statt. So wird im UN-Hauptquartier in New York UN-Generalsekretär Ban
Ki-moon – der einer der ersten Unterstützer der Kampagne war und auch
„Bein zeigte“ – mit einer Videobotschaft im Rahmen der gemeinsamen
Ausstellung „Für eine minenfreie Welt“ von Handicap International,
SODI, medico international und vom Auswärtigen Amt auf die noch immer
in bis zu 76 Ländern lauernde Minengefahr verweisen.

Pressekontakt:
Information:
Dr. Eva Maria Fischer, Handicap International, 089/54 76 06 13,
0176/99 28 41 35
Dörte Lüneberg, Solidaritätsdienst-international, 030/9209093-17
www.handicap-international.de, www.sodi.de, www.zeigdeinbein.de,
www.landmine.de
Fotos zu den Aktionen in Berlin und München finden Sie am 4.4. ab 14
Uhr hier:
http://www.handicap-international.de/lendyourleg/presse/pressebilder/

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