Grün-Rot ohne Mehrheit / Umfrage im Auftrag des SWR und der Stuttgarter Zeitung: SPD rutscht weiter ab / In der Asyl- und Flüchtlingspolitik kann die CDU nicht punkten

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Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl in
Baden-Württemberg wäre, läge Schwarz-Gelb mit einem leichten
Vorsprung von einem Prozentpunkt vor Grün-Rot. Dies ist das Ergebnis
der aktuellen repräsentativen Umfrage des Berliner
Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des
Südwestrundfunks (SWR) und der Stuttgarter Zeitung. Infratest dimap
hat dafür vom 17. bis 22. September 2015 1.000 Wahlberechtigte in
Baden-Württemberg telefonisch befragt.

Danach kämen die Grünen auf 26 Prozent (+ 1), die SPD verliert
weiter und erreicht 17 Prozent (-1). Die CDU wäre mit 39 Prozent (+
1) wieder stärkste Kraft. FDP (+/- 0) und AfD (+ 1) könnten jeweils 5
Prozent erreichen und damit im Landtag von Baden-Württemberg
vertreten sein. Die LINKE würde es mit 4 Prozent (- 1) nicht ins
Parlament schaffen.

CDU kann bei der Flüchtlingspolitik nicht punkten Beim Top-Thema
der Asyl- und Flüchtlingspolitik sind zwei Drittel der Bürger (65
Prozent) skeptisch, ob eine CDU-geführte Regierung die aktuellen
Probleme besser lösen könnte als die amtierende grün-rote Regierung.
Dies gilt auch für die CDU-Anhänger, von denen knapp jeder zweite (48
Prozent) bezweifelt, dass eine von der eigenen Partei geführte
Landesregierung diese Aufgaben besser lösen würde.

Kretschmann bleibt Wunschkandidat

Zwei Drittel der Bürger sind mit der Arbeit des
Ministerpräsidenten zufrieden oder sehr zufrieden (67 Prozent, – 5).
Seine Popularität reicht dabei weit über das eigene Lager hinaus,
auch wenn Kretschmann seine Rekordwerte aus der letzten Umfrage im
Frühjahr verfehlt. Er bleibt dennoch klarer Wunschkandidat für die
nächste Legislaturperiode. Könnten die Bürger ihren
Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich mehr als die Hälfte
(53 Prozent) für Winfried Kretschmann entscheiden. Seine
Herausforderer Guido Wolf (14 Prozent) und Nils Schmid (8 Prozent)
schneiden deutlich schlechter ab und verfügen selbst im eigenen Lager
über einen weitaus geringeren Rückhalt als der amtierende
Ministerpräsident.

Guido Wolf kann nicht überzeugen

Mit der Arbeit des Spitzenkandidaten der CDU Guido Wolf sind 24
Prozent der Befragten zufrieden. Das sind 5 Prozentpunkte weniger als
bei der letzten Umfrage. Für fast jeden zweiten im Land (47 Prozent)
ist Guido Wolf ein unbeschriebenes Blatt, weil man ihn nicht kennt
oder seine Arbeit nicht beurteilen kann. Dennoch wünschen sich 37
Prozent eine CDU-geführte Landesregierung, 34 Prozent wünschen sich
eine von den Grünen geführte Regierung und 16 Prozent eine von der
SPD geführte Landesregierung.

Die Ergebnisse der Umfrage sind am heutigen Donnerstag, 24.
September 2015, unter anderem Thema in den Nachrichtensendungen des
SWR, im Internet auf swr.de und um 20.15 Uhr im landespolitischen
Magazin „Zur Sache Baden-Württemberg!“ im SWR Fernsehen. Weitere
Ergebnisse, Grafiken sowie Informationen zu Methoden und
Fehlertoleranzen der Umfrage online unter SWR.de/bwtrend

Zitat nur gegen Quellenangabe „Umfrage von Infratest dimap im
Auftrag des Südwestrundfunks (SWR) und der Stuttgarter Zeitung“ frei.

Fragen zum Inhalt: Rainer Kamm, Tel. 0711/929-13422,
rainer.kamm@swr.de Pressekontakt: Ursula Foelsch, Tel.
0711/929-11034, ursula.foelsch@swr.de

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