Gut vernetzt ist halb gewonnen

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Der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen hängt
zunehmend von ihrer Vernetzung ab. Wie Unternehmenscluster und
Kooperationen heute dazu beitragen, Konkurrenzfähigkeit und
Innovationskraft zu stärken, zeigen die Gewinner des Wettbewerbs
„Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Sie wurden vor Kurzem von
der Deutschen Bank und der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“
prämiert.

Trotz Herausforderungen wie Digitalisierung oder Globalisierung:
Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Deutschen waren noch im März
2016 davon überzeugt, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland
weiterhin stark bleibt. Das ergab eine repräsentative Umfrage (1) im
Auftrag der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der
Deutschen Bank. Nach dem Brexit-Votum scheinen die Zukunftsaussichten
nicht mehr so rosig. Eine aktuelle Umfrage (2) des Deutschen
Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter 5.600 Betrieben zeigt,
dass deutsche Firmen Exportrückgänge fürchten.

„Damit der Standort Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit erhält,
müssen wir die Exportkraft hiesiger Unternehmen stärken und neue
Märkte erschließen“, sagt Stefan Bender, Leiter Firmenkunden
Deutschland, Deutsche Bank. Die Vernetzung von Unternehmensclustern
könne einen Beitrag dazu leisten. „Ein enger Wissensaustausch macht
Firmen erfolgreicher. Angesichts beschleunigter Innovations- und
Produktzyklen müssen Kompetenzen gebündelt und Kooperationen
vorangetrieben werden.“ Wer lokal gut vernetzt sei, sei international
konkurrenzfähiger – das gelte insbesondere für technologieintensive
Branchen. „Vor allem kleinere Unternehmen können sich keine eigene
Forschungsabteilung leisten und sind auf Kooperationen angewiesen“,
so Bender.

Wie es gelingen kann, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen
durch Cluster und Netzwerke zu stärken, zeigen auch die Sieger des
Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“:

Denkfabrik für das Labor der Zukunft: ELSA –
Automatisierungslösungen für die Biowissenschaften

Die regionale Initiative ELSA bringt Biowissenschaftler und
Ingenieure aus Unternehmen der Regionen Stuttgart und Neckar-Alb an
einen Tisch. Gemeinsam wird dort überlegt, wie beispielsweise
medizinische Laborprozesse durch neue automatisierte Verfahren
günstiger ablaufen könnten. Mittlerweile teilen 100 Unternehmen ihr
Know-how im Netzwerk. Ihr Ansporn: Im Fall einer erfolgreichen
Innovation profitieren beide Seiten. Ein Projekt, das die
Wirtschaftskraft der Region anschiebt.

Kleine Firmen, große Roboter: Netzwerk „Robotik für KMU“

Automatisierte Helfer gesucht? In Branchen wie der Metall-,
Kunststoff- oder Holzindustrie können Roboter die Produktion
effizienter gestalten. Doch auf diese Technik haben meist nur große
Unternehmen Zugriff – unter anderem, weil es sich für etablierte
Hersteller oft nicht rechnet, Robotik-Lösungen für geringe
Stückzahlen zu entwickeln. Zehn kleine und mittlere Unternehmen aus
Nordrhein-Westfalen haben einen Weg gefunden, die Technik trotzdem
einzusetzen: indem sie ihre Kompetenzen bündeln. Unterstützt von der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken arbeiten im
Netzwerk „Robotik für KMU“ Anwender- und Entwicklerfirmen gemeinsam
an neuen Lösungen.

Vom Mikrochip zum großen Ganzen: Silicon Saxony – Das sächsische
Mikroelektronik- und IKT-Netzwerk

Teilweise nur wenige Millimeter lang sind die hochmodernen
Bauteile, die von Mikroelektronik-Herstellern in Sachsen entwickelt
werden. Viele kleine, mittlere und große Unternehmen arbeiten hier an
neuen, noch kleineren Lösungen wie etwa leistungsfähigen Mikrochips
oder Sensoren. Der Silicon Saxony e. V. vernetzt Unternehmen nicht
nur miteinander, sondern auch mit internationalen Wissenschaftlern
und führenden Politikern. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 wurde das
Netzwerk um zahlreiche Fachbereiche wie etwa Smart Systems oder
Software-Lösungen erweitert. Mehr als 320 Mitglieder profitieren von
dem regen Austausch – und machen Sachsen zum Hightech-Standort.

(1) Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Deutschen Bank für
den Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ im März 2016
unter 1.002 Bundesbürgern über 14 Jahre.

(2)
http://www.dihk.de/presse/meldungen/2016-07-07-blitzumfrage-brexit

Über Deutschlands Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im
Land der Ideen“:

„NachbarschafftInnovation – Gemeinschaft als Erfolgsmodell“: Unter
diesem Motto steht der Wettbewerb 2016. Die Initiative „Deutschland –
Land der Ideen“ und die Deutsche Bank würdigen bundesweit die 100
besten Projekte, die den Mehrwert und das Potenzial
gemeinschaftlichen Handelns für die Gesellschaft aufzeigen, ob in
Nachbarschaftsinitiativen, Unternehmenskooperationen oder
wissenschaftlichen Netzwerken. Mehr Infos zu den diesjährigen
Preisträgern und zum Wettbewerb auf www.ausgezeichnete-orte.de.

Redaktionelle Rückfragen beantworten:

Harry Olschok und Marie Scheffer
Tel.: +49/030 7261 46 -711 | -781
Mail: presse-LdI@fischerappelt.de

www.ausgezeichnete-orte.de
www.deutsche-bank.de/ideen

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