Hamburg: Pflegebedürftige brauchen Profis / bpa fordert im Gespräch mit CDU-Abgeordnetem Klimke den Erhalt der eigenständigen Altenpflegeausbildung

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Nach einem Kurzpraktikum in der ambulanten Pflege
betonte der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke die Bedeutung der
professionellen Pflege: „Pflegekräfte sind nicht nur Dienstleister,
sie sind persönliche Vertraute“, sagte der Politiker, nachdem er eine
Pflegetour bei „Garant“, einem privaten Pflegedienst in Wandsbek,
begleitet hatte. Die Stippvisite des Abgeordneten hatten der
Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) und der
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) initiiert.

Bei dem anschließenden Gespräch mit den beiden
„Garant“-Geschäftsführern und bpa-Vertretern war der Fachkräftemangel
das zentrale Thema: „Steigende Ausbildungszahlen versprechen eine
Entlastung in der Zukunft – aber nur, wenn die Politiker diese
Entwicklung nicht selber wieder ausbremsen, indem sie das
Erfolgsmodell der eigenständigen Altenpflegeausbildung ohne Not
abschaffen“, warnte die Hamburger bpa-Landesvorsitzende Karin Kaiser,
die hinzufügte: „Die Pflegebedürftigen in Hamburg brauchen
Fachkräfte, die gezielt auf den Umgang mit Alterserkrankungen
vorbereitet wurden und die schon vor ihrem Abschluss umfangreiche
praktische Erfahrungen sammeln konnten. Deshalb muss die
eigenständige Ausbildung in der Altenpflege unbedingt erhalten
bleiben.“ Darauf Bezug nehmend sagte Jürgen Klimke, seine Partei
befinde sich in politischen Beratungen und versuche, einen Kompromiss
in den Koalitionsfraktionen herbeizuführen.

Die Bundesregierung plant, die Ausbildungen zur Kranken-,
Kinderkranken- und Altenpflegefachkraft zusammenzulegen. Zahlreiche
Pflegende, Pflegebedürftige und deren Angehörige setzen sich aus
Sorge um Qualität und Professionalität gegen die Verflachung der
Ausbildung ein, die die sogenannte Generalistik zwangsläufig zur
Folge hätte. Die Landesregierung setzt sich über die eindeutigen
aktuellen Voten der Pflegekräfte, wie sie die Studie der
Landesregierung in Nordrhein-Westfalen und die Befragung von Prognos
im Auftrag eines Fachverlages ebenso wie die Befragung der Deutschen
Krankenhausgesellschaft belegen, hinweg und fordert weiterhin
vehement die Abschaffung der Alten- und Kinderkrankenpflege.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
360 in Hamburg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
290.000 Arbeitsplätze und circa 22.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 23 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Uwe Clasen, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 040/25 30 71 60, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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