Hauptschüler nicht weiter ausschließen / bpa warnt vor fehlender Nachwuchsgewinnung durch falsche Weichenstellungen

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Die im Rahmen der Ausbildungs- und
Qualifizierungsoffensive Altenpflege mögliche Förderung der
beruflichen Weiterbildung zum Altenpflegehelfer durch die
Bundesagentur für Arbeit ist zum 31. März 2016 ausgelaufen. „Es ist
mehr als bedauerlich, dass diese Förderung stillschweigend ausläuft
und man damit Menschen die Chance nimmt, sich aus der Praxis heraus
zu bewähren und den ersten Schritt hin zur Fachkraft in der
Altenpflege zu gehen.“ Mit deutlichen Worten unterstützt der
bayerische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter
sozialer Dienste e.V. (bpa) Kai A. Kasri aktuelle Forderungen nach
einer weiteren Förderung der Ausbildung zum Altenpflegehelfer durch
die Bundesagentur für Arbeit.

Nachdem das Förderprogramm Ende März ausgelaufen ist, hatte sich
zuletzt auch der Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen
Staatsregierung, der Landtagsabgeordnete Hermann Imhof, für eine
Fortführung der Förderung stark gemacht und auf die hohe Zahl der
Umschüler hingewiesen, die heute als Fachkräfte in der Altenpflege
tätig sind. „Wir brauchen jede Hand in der Pflege. Da können wir
Menschen, die eine Umschulung anstreben, nicht im Unklaren darüber
lassen, wie und ob diese Maßnahme finanziert wird“, so Kasri.

Der Wegfall der Förderung sei zudem ein Beleg für die kopflosen
Bemühungen der Bundesregierung, einen sinnvollen Weg für die Zukunft
der Altenpflegeausbildung zu finden, ergänzt der Leiter der
bpa-Landesgeschäftsstelle in München Joachim Görtz. „Gerade jungen
Menschen mit Hauptschulabschluss, die sich über die Ausbildung zum
Altenpflegehelfer in der Praxis bewähren und dann den Weg zur
Fachkraftausbildung wählen konnten, wird jetzt der Weg deutlich
erschwert. Ein weiterer Hinweis dafür, dass sie bei der
generalistischen Ausbildung nicht erwünscht sind.“

„Wir fordern, die bisherige Förderung weiterzuführen, um auch
weiterhin Hauptschülern den Zugang zur Altenpflegeausbildung zu
ermöglichen. Mit der bisher geplanten Reform wird jungen Menschen
dieser Zugang in die Altenpflege verbaut. Ein weiterer Grund, dieser
Reform und der damit einhergehenden faktischen Abschaffung der
eigenständigen Altenpflegeausbildung nicht zuzustimmen“, ergänzt
Kasri an die Adresse der bayerischen Bundestagsabgeordneten.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
1.000 in Bayern) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 21,8 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Joachim Görtz , Leiter der Landesgeschäftsstelle
Tel.: 089 – 8 90 44 83 20

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