Heilbronner Stimme: Brandanschlag auf Asylunterkunft: Anklage gegen zwei Männer – Bis zu zehn Jahre Haft drohen

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Die Staatsanwaltschaft Stuttgart klagt einen 24
Jahre alten Mann und einen 33-Jährigen an, Feuer in der geplanten
Flüchtlingsunterkunft in Neuenstein gelegt zu haben. Die Männer
räumen die Tat ein. Ihnen werden weitere Vergehen zur Last gelegt.
Dies berichtet die „Heilbronner Stimme“ (Freitagausgabe).

Brandstiftung, Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und
mehrerer Verstöße gegen das Waffengesetz lauten die Anklagepunkte
gegen die beiden Männer im Alter von 24 und 33 Jahren. Sie sollen am
20. Januar die geplante Flüchtlingsunterkunft in Neuenstein
(Hohenlohekreis, Baden-Württemberg) angezündet haben. Die Angeklagten
stammen nach Informationen der „Heilbronner Stimme“ aus Neuenstein.
„Sie sind eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen“, sagt Jan
Holzner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Das Motiv sei
offensichtlich Ausländerfeindlichkeit. Dass die Männer im Auftrag
einer bestimmten Gruppierung gehandelt haben, dafür gibt es keine
Hinweise. Die Tatverdächtigen setzten vier Brandbeschleuniger ein,
von denen zwei für das Feuer verantwortlich waren. Ein Brandsatz
funktionierte überhaupt nicht, ein zweiter erlosch von alleine
wieder. Die geplante Flüchtlingsunterkunft besteht aus sechs
einzelnen Gebäudekomplexen. Verletzt wurde niemand. Den Sachschaden
beziffert das Landratsamt des Hohenlohekreises mit rund 120.000 Euro.
Der Kreis baut die Unterkunft für 84 Flüchtlinge. Keine Hinweise gibt
es der Staatsanwaltschaft zufolge, dass die beiden Männer auch für
einen Brandanschlag auf eine Asylunterkunft in Pfedelbach (ebenfalls
Hohenlohekreis) Mitte November verantwortlich sind.

Außer der Brandstiftung wird dem 33-Jährigen vorgeworfen, zwei
Dekowaffen zu Maschinenpistolen umgebaut zu haben. Die Ermittler
fanden in seiner Wohnung außerdem mehreren funktionsfähige Waffen
sowie Schalldämpfer und Patronen. Beim 24-Jährigen stieß die Polizei
auf eine Vorderlader-Pistole. Beiden Angeklagten drohen
Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.

Pressekontakt:
Heilbronner Stimme
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