Heilbronner Stimme: Deutsche Polizeigewerkschaft: Ereignisse in München erschreckend. Stadionbetreiber muss sich fragen, wie aus Sitzen Wurfgeschosse werden können – Bosbach: Konsequent gegen Chaoten vorgehen

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Der Vorsitzende der Deutschen
Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, ist entsetzt über die
Vorfälle beim Relegationsspiel 1860 München gegen Jahn Regensburg.
Wendt sagte der „Heilbronner Stimme“ (Donnerstagausgabe): „Die
Ereignisse von München sind erschreckend. Wie können eigentlich aus
Sitzen Wurfgeschosse werden? Da muss sich schon der Stadionbetreiber
fragen, ob baulich alles in Ordnung ist.“

Insgesamt, so Wendt, hätten die deutschen Profiligen die
Sicherheit in den Stadien in den vergangenen Jahren schon deutlich
verbessert, unter anderem durch professionelle Einlasskontrollen und
dem Einsatz moderner Videotechnik. „Ich halte einen verstärkten
Einsatz von Videokameras mit Gesichtserkennungssoftware für
überlegenswert. Diese Technik ist notwendig, um Täter zu überführen
und die Straftaten zu ahnden.“

Eine Personalisierung von Tickets ist nach Ansicht von Wendt „kein
Königsweg“. „Die Einführung personalisierter Tickets ist dort
sinnvoll, wo es häufiger zu Vorfällen kommt. Aber wir dürfen nicht
alle Vereine bestrafen, denn der Verwaltungsaufwand ist enorm.“

Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach sagte der „Heilbronner
Stimme“ zu den Vorfällen in München: „Wir brauchen keine
personalisierten Tickets für alle Spiele, sondern ein konsequentes
Vorgehen gegen gewalttätige Chaoten, die sich als Fußballfans tarnen,
aber durch ihre Gewaltbereitschaft dem Fußball und ihrem Verein
massiv schaden.“

Pressekontakt:
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