„Heimaufsicht ist keine Verhandlungsmasse“ / Heimaufsicht für unterstützende Wohnformen muss auch nach Kreisgebietsreform Landesaufgabe bleiben

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„Die Heimaufsicht und Beratung der Pflege- und
Wohneinrichtungen muss weiterhin unabhängig durch das Land
Brandenburg ausgeübt werden.“ Das fordert die brandenburgische
Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer
Dienste e.V. (bpa), Ellen Fährmann, und warnt vor einer geplanten
Verlagerung der Heimaufsicht für unterstützende Wohnformen auf die
Kommunen und Kreise. „Diese wichtige Aufgabe ist keine
Verhandlungsmasse, die im Rahmen der Kreisgebietsreform hin und her
geschoben werden kann.“ Damit sinke die Überprüfungs- und
Beratungskompetenz drastisch.

„Unser modernes und umfassendes Heimrecht in Brandenburg erfordert
in der alltäglichen Anwendung Fachleute, die in der Heimaufsicht des
Landes derzeit tätig sind. Diese Kompetenz kann nicht in jeder Stadt
und jedem Landkreis sichergestellt werden“, so Fährmann. Müsse jede
Kommune entsprechende Experten vorhalten, werde der Personalapparat
unnötig zu Lasten der Steuerzahler aufgebläht.

„Nähe zu den Einrichtungen bedeutet hier keinen Gewinn. Wir
befürchten vielmehr, dass sich über kurz oder lang in allen Regionen
des Landes unterschiedlichen Standards entwickeln“, warnt Fährmann.
Es sei ein großer Erfolg der vergangenen Jahre, dass in ganz
Brandenburg Pflegeeinrichtungen und Wohnangebote nach einheitlichen
und nachvollziehbaren Maßstäben überprüft und zugelassen würden.

Eine Heimaufsicht und Beratung auf Landesebene gebe auch den
Trägern und Unternehmern in der Pflege Sicherheit, die sich
überregional auf gleiche Vorgaben und Ansprechpartner verlassen
könnten. „Die wichtigsten Rahmenbedingungen der Pflege zu
Finanzierung, Personaleinsatz und Pflegequalität werden auf der
Landesebene geregelt. Eine landesweit tätige Heimaufsicht kann hier
auf Augenhöhe mitreden“, bekräftigt Fährmann die Forderung, die
Aufsicht für unterstützende Wohnformen als Landesbehörde
beizubehalten.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
250 in Brandenburg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Sabrina Weiss, Landesreferentin Brandenburg, Tel.
030/338 47 52 50, www.bpa.de

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