Hilfsorganisationen nach Feuerpause für Syrien: „Mehr Leid, mehr Vertreibung, mehr Todesopfer“

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Eine Woche nach der vereinbarten Feuerpause für
Syrien haben Angriffe auf Helfer und Zivilisten weiter zugenommen,
warnt eine Gruppe von Hilfsorganisationen, darunter CARE, Ärzte der
Welt, Save the Children Deutschland und Handicap International. „Nach
den Hilfszusagen der internationalen Gemeinschaft für die Menschen in
Syrien geht das Bomben weiter. Wir erleben eine der schwersten Wochen
seit Beginn des Krieges, mit zahlreichen Angriffen auf Helfer und
Zivilisten“, so CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel.

In den letzten sieben Tagen wurden fünf Schulen und neun
Krankenhäuser zerstört oder stark beschädigt. Weitere tausende
Menschen wurden vertrieben und Hilfslieferungen werden immer
schwieriger. In der Region um Aleppo sind seit Anfang Februar mehr
als 73.700 weitere Menschen geflohen, während die Kämpfe in
belagerten Gebieten weitergehen. Etwa 70.000 Menschen harren vor der
türkischen, 27.100 vor der jordanischen Grenze aus. Seit dem 17.
Februar haben verstärkte Kämpfe in dicht besiedelten Vierteln in der
Stadt Daraa zu weiteren Fluchtbewegungen geführt. Seit November 2015
sind bereits mehr als 43.000 Menschen aus dieser Region geflohen.

„Die internationale Unterstützungsgruppe für Syrien (ISSG), die
letzte Woche Hilfe für Syrien zugesagt hat, besteht aus Staaten mit
großer politischer Macht. Sie müssen jetzt dringend ihre Versprechen
in die Tat umsetzen und Zivilisten in Syrien vom weitergehenden
Gemetzel schützen“, so Karl-Otto Zentel von CARE. „Trotz aller
Zusagen sehen wir im Moment vor allem mehr Leid, mehr Massensterben,
mehr Vertreibung.“

Der Verbund der Hilfsorganisationen hatte die internationale
Unterstützungsgruppe für Syrien dazu aufgerufen, täglich über die
Entwicklungen vor Ort zu informieren, vor allem über den Fortschritt
von Hilfslieferungen für umkämpfte und belagerte Gebiete. „Die
verschiedenen Parteien vor Ort müssen Rechenschaft darüber ablegen,
wie sie die Zusagen umsetzen“, so Kathrin Wieland, Geschäftsführerin
von Save the Children Deutschland. „Die Unterstützungsgruppe für
Syrien muss den Schutz von Zivilisten in Syrien und die Einhaltung
humanitären Rechts sicherstellen.“

Die Pressemeldung wurde vom Syria INGO Regional Forum und dem NGO
Forum unterzeichnet. Zu den Bündnissen gehören insgesamt 78 nationale
und internationale Hilfsorganisationen, die in Syrien und den
Nachbarländern tätig sind.

Pressekontakte:

Sabine Wilke, CARE Deutschland-Luxemburg e.V., wilke@care.de, 0228
– 9756346

Claudia Kepp, Save the Children Deutschland,
presse@savethechildren.de, 030 – 27595979280

Ute Zurmühl, Ärzte der Welt, ute.zurmuehl@aerztederwelt.org, 089 –
452308124

Eva Maria Fischer, Handicap International e.V.,
efischer@handicap-international.de, 089 – 54760613

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Sabine Wilke
Telefon: 0228 / 97563 46
Mobil: 0151 / 147 805 98
E-Mail: wilke@care.de

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