Hundekot in Städten und Gemeinden

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Foto: ighid
 

Ein Ausflug in die Psychologie
von Burkhard Küppers

Seit vielen Jahren ist die Verschmutzung durch Hundekot eines der Top-Themen von Städten, Gemeinden und ihren Bürgern. In den Medien können wir täglich über die steigende Zahl der Hundehaufen und den meist fruchtlosen Maßnahmen der Kommunen lesen. Bislang scheint niemand ein wirklich probates Mittel gegen die Verschmutzung gefunden zu haben. Wer das Wort „Hundekot“ googelt, erhält fast stündlich neue Hiobsbotschaften aus irgendeiner Stadt oder Gemeinde in Deutschland.

Und das, obwohl es die Behörden den ortsansässigen Hundehaltern doch verboten haben, Hundekot in der Öffentlichkeit liegenzulassen. Vielerorts drohen bei Zuwiderhandlung empfindliche Strafen von bis zu 1.000 Euro. Warum kommen die Verbote und die drohenden Bußgelder bei vielen Hundehaltern so wenig an?

Dabei ist es soooo einfach:

Hund kackt,
Herrchen greift nach der Tüte,
steckt seine Hand in die Tüte,
sammelt den Haufen ein,
zieht die Tüte auf links,
knotet sie zu und wirft sie in den nächsten öffentlichen Abfallbehälter.

Warum schafft es ein Teil der Hundehalter nicht, dieses einfache Ritual nach dem Kacken seines Tieres auszuführen? Die Psychologie sagt: Für alles, was wir tun, gibt es ein Motiv (einen Grund), das uns motiviert, eine bestimmte Handlung zu vollziehen.

Sie merken: Motiv und Motivation sind zweierlei. Das Motiv ist der Anlass, der uns Menschen vielleicht eine ausreichende Motivation (Antrieb) zum Handeln liefert.

Der erste Fall ist schlicht wie logisch: Es gibt Menschen, die das Aufsammeln per se ablehnen – und es deshalb auch nicht tun. Der zweite Fall ist etwas vertrackter. Es finden sich Menschen, die den Kot zwar aufsammeln wollen, es aber trotzdem nicht tun. Ihnen muss die nötige Motivation fehlen. Was könnte sie abhalten?

– Es regnet und beide Hände sind schon mit Schirm und Hundeleine belegt?
– Es ist dunkel, und Frauchen oder Herrchen können den Kacker nicht ausfindig machen?
– Herrchen oder Frauchen führen keinen Kotbeutel mit und können auch keinen Beutelspender in der Nähe entdecken?

Drittens treffen wir auf Menschen, die den Kot ihres Hundes zwar nicht aufsammeln wollen – es aber dennoch tun! Was könnte sie leiten?

– Sie wollen nicht, dass jemand in den Haufen tritt, darauf ausrutscht und sich möglicherweise verletzt?
– Sie haben Kinder und wollen nicht, dass diese beim Spielen auf der Straße, dem Spielplatz oder Park mit Keimen und Bakterien in Berührung kommen?
– Sie haben Angst, dass die Zahl von Hundehassern wächst? Diese Hasser könnten zu Übersprunghandlungen neigen und Giftköder auslegen, an denen die Tiere grausam verenden.

Wir freuen uns natürlich über jeden, der die Exkremente seines Lieblings ordnungsgemäß entsorgt, frei nach der einfachen Handlung, Tüte auf, Kot rein, auf links drehen …

Ach, halt, fast hätten wir den saubersten aller Halter vergessen. Es ist der Ja-Ja-Typ. Bei ihm kommen Motiv und Motivation zusammen. Er sieht die Wurst – und WILL sie auflesen.

Und welcher Typ bist Du?
Weitere Informationen auf www.ighid.de (http://ighid.de/)

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