ifaa-Trendbarometer „Arbeitswelt“ zeigt: „Softthemen“ der Arbeitswelt nehmen weiter an Bedeutung zu

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Diesen Trend bestätigt die aktuelle Auswertung der Befragung* des
Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa).
Gesetzlicher Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitszeitflexibilität
und Fachkräftesicherung gehören zu den Top 5 der bedeutsamen Themen.

„Die Unternehmen haben die Bedeutung der Themen erkannt. Diese
sind und werden immer wichtiger vor dem Hintergrund des
demografischen Wandels und der sich rasant verändernden Arbeitswelt
im Rahmen von Digitalisierung und Industrie 4.0″, erläutert Prof.
Dr.-Ing. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa.

In der aktuellen Befragung des Instituts steht Prozessorganisation
an erster Stelle. „Dies ist einfach zu erklären. Qualität und
Produktivität sind die Faktoren, die die Wettbewerbsfähigkeit
garantieren. Aus diesem Grund steht eine perfekt funktionierende
Prozessorganisation in der Bedeutung ganz oben“, erläutert Stowasser.

Die Arbeitszeitflexibilität ist für die Beschäftigten und für die
Unternehmen gleichzeitig wichtig. „Geben und Nehmen sind ausgewogen“,
sagt Stowasser. „Unternehmen brauchen Flexibilität aufgrund
unterschiedlicher Auslastungen, Mitarbeiter brauchen sie aufgrund
unterschiedlicher persönlicher Lebenssituationen.“
Arbeitszeitflexibilität kann zudem eine Stellschraube im
demografischen Wandel sein und damit zum Erhalt der Arbeits- und
Leistungsfähigkeit beitragen.

Bei der erwarteten Bedeutung der Themen für das Jahr 2016 liegt
die Fachkräftesicherung auf dem ersten Platz. „Eine logische
Konsequenz aus der Beantwortung zu den aktuell wichtigen Themen, wenn
man die aktuellen Rahmenbedingungen für die Unternehmen betrachtet“,
erklärt Stowasser.

Die Befragten erwarten eine Bedeutungssteigerung von „Industrie
4.0″ in 2016. Aktuell liegt das Thema auf den vorletzten Platz. „Uns
zeigt das, dass den Unternehmen zwar die Bedeutung von Industrie 4.0
bewusst ist, gleichzeitig aber flächendeckend die Unternehmen auf
unterschiedlichem Entwicklungsniveau sind. Eine aktuelle Studie des
ifaa zeigt, dass sogar 42 Prozent der Betriebe in Richtung Industrie
4.0 noch nichts unternehmen.“

*Das ifaa-Trendbarometer „Arbeitswelt“ gibt Auskunft über die
Bedeutung von Themen der Arbeits- und Betriebsorganisation sowie der
Arbeitswissenschaft. Zweimal jährlich befragt das Institut Fach- und
Führungskräfte aus Unternehmen, Verbänden und Wissenschaft, welche
Themen wichtig oder weniger wichtig eingeschätzt werden. An der
aktuellen Befragung haben rund 600 Personen teilgenommen.
Mehrheitlich kamen die Experten aus den Unternehmen (60%). Die
übrigen Teilnehmer verteilen sich auf die Verbände zu 22 Prozent, die
Wissenschaft zu sieben Prozent und zu acht Prozent aus anderen
Bereichen.

Pressekontakt:
INSTITUT FÜR ANGEWANDTE ARBEITSWISSENSCHAFT E. V. (IFAA)
ANSPRECHPARTNERIN: Christine Molketin, Uerdinger Straße 56, 40474
Düsseldorf
KONTAKT: 0211 542263-26, c.molketin@ifaa-mail.de,
www.arbeitswissenschaft.net

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