IG Jungen, Männer und Väter fordert Neustart in der Geschlechterpolitik

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Einen Neustart in der Geschlechter- und
Familienpolitik hat die bundesweite Interessengemeinschaft Jungen,
Männer und Väter (IG JMV) gefordert. „Wir brauchen neue politische
Strukturen und einen neu ausgerichteten geschlechterpolitischen
Diskurs in Deutschland“, betonte Sprecher Gerd Riedmeier bei einem
Pressegespräch am Freitag in Berlin (www.ig-jungen-männer-väter.de).

Der alleinige Blick auf ein Geschlecht ist laut Riedmeier
historisch überholt. Frauen und Männer sollten in ihren jeweiligen
unterschiedlichen, aber auch gemeinsamen Bedürfnissen wahrgenommen
werden. In der Familienpolitik sollten Mütter und Väter
gleichberechtigt behandelt werden, ein Kind das Recht auf Betreuung
durch beide Eltern haben, sagt der 59-jährige zertifizierte Mediator
aus dem bayerischen Wasserburg.

Die IG JMV fordert die Abkehr vom Leitbild der 1950er Jahre:
Demnach gehörte das Kind nach der Trennung zur Mutter, der Vater
zahlte. Junge Familien organisieren Riedmeier zufolge heute ganz
selbstverständlich ihr Familienleben partnerschaftlich. Nach der
Trennung finden sie sich jedoch in Strukturen wieder, die auf alte
Zeiten zurückweisen. Hauptleidtragende seien oftmals die bundesweit
2,4 Mio. getrennt erziehenden Väter.

Männer haben Riedmeier zufolge in der aktuellen Politik keine
Gelegenheit, ihre legitimen Interessen zu vertreten. Weder werden
Männervertreter durch das Bundesfamilienministerium noch durch die
Ausschüsse des Deutschen Bundestages gehört. „Die Bedürfnisse der
Männer werden unsichtbar gemacht.“

Jüngstes Beispiel dafür sind laut Riedmeier die skandalösen
Vorgänge um die PETRA-Studie, die formal das Wohl von Kindern nach
Trennungen untersuchen sollte. Das Auftrag gebende
Bundesfamilienministerium habe jedoch beim durchführenden Institut
der Uni Bremen interveniert, so dass getrennt erziehende Väter
faktisch nicht mehr gehört werden dürfen. Die IG JMV fordert, die
Studie neu auszurichten, die Diskriminierung von Männern generell zu
beenden und ein angemessenes Mitspracherecht in allen relevanten
politischen Prozessen.

Die überparteilich agierende IG JMV vereint zahlreiche bundesweit
aktive Männer- und Väterinitiativen mit über 1.000 Mitgliedern. Zu
den Gründern der Initiative gehören das Forum Soziale Inklusion e.V.
(Wasserburg), Düsseldorfer Kreis/Väteraufbruch für Kinder e.V. Köln,
Manndat e.V. (Stuttgart/Hamburg), Trennungsväter e.V. (Auerbach/Opf.)
und das Väter-Netzwerk e.V. (Stein bei Nürnberg).

Ansprechpartner:
Gerd Riedmeier, Sprecher der bundesweiten IG Jungen, Männer und Väter
Tel. +49 (0) 8071/510 99 22, E-Mail:
gerd.riedmeier@forum-social-inclusion.eu,
www.ig-jungen-männer-väter.de

Pressebüro König, Josef König, Telefon +49(0)8561/910771
E-Mail: info@koenig-online.de,
www.koenig-online.de/pressefach_ig_j_m_v.html

Original-Content von: Interessengemeinschaft Jungen, M?nner und V?ter (IG JMV), übermittelt durch news aktuell

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