ikr: Botschafterinnen und Botschafter zu Besuch in Liechtenstein

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Auf Einladung von Regierungsrätin Aurelia Frick
reisten am 29. Juni rund 90 in Liechtenstein akkreditierte
Botschafter nach Vaduz, um sich von der Regierung über die für
Liechtenstein wichtigen Themen zu informieren. Im Zentrum der
Diskussion standen das Verhältnis Liechtensteins zu Europa sowie
Fragen zur Aussen- und Wirtschaftspolitik des Landes.

Regierungschef Adrian Hasler stellte in seiner Rede die Kunst
einen Staat zu führen in den Mittelpunkt. Im Zusammenhang mit der
schwarzen Liste der EU, auf der sich Liechtenstein seit vergangener
Woche befindet, fand er gegenüber den Botschafterinnen und
Botschaftern klare Worte und verwies auf die Verantwortung der
Grossen wie auch der Kleinen. Der Regierungschef bekräftigte dabei
das Bekenntnis Liechtensteins zu geltenden internationalen Standards
und insbesondere zur Umsetzung des automatischen
Informationsaustausches. „Umgekehrt fordern wir jedoch von der
EU-Kommission konkrete Massnahmen, um das Vertrauen wieder
herzustellen“, so Regierungschef Hasler.

Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer informierte die
Anwesenden in seiner Rede über aktuelle Aspekte der
liechtensteinischen Wirtschaftspolitik und ging insbesondere auf eine
vorbildliche Unternehmenskultur ein, wie sie für die globale
Wirtschaft immer wichtiger und auch in Liechtenstein mehr und mehr
umgesetzt wird: „Unsere Industrieunternehmen und Finanzinstitute sind
internationale Player und müssen sich mit Unternehmen aus der ganzen
Welt messen. Dazu reichen harte Erfolgsfaktoren wie Strategien,
Strukturen und Systeme schon lange nicht mehr aus. Was heute zählt
sind die Mitarbeitenden und deren besondere Fähigkeiten, die Werte
eines Unternehmens und – die Kultur.“

Regierungsrätin Aurelia Frick erklärte in ihren Ausführungen zur
Aussenpolitik, welche Schwerpunkte Liechtenstein setzt, um im Rahmen
seiner Möglichkeiten als verlässlicher, solidarischer und engagierter
Partner in Europa und der Welt zu agieren: „Unsere relativ kleine
Grösse ermöglicht rasches und flexibles Handeln. Die Wege innerhalb
der Verwaltung sind kurz, Entscheidungsträger und
Wirtschaftsvertreter sind nah und greifbar. Unbürokratische
Strukturen erlauben ein zügiges Handeln. Dies sind alles Chancen, die
wir bestmöglich nutzen. Wir sind blockfrei und können deshalb ganz
unabhängig entscheiden. Wir können uns immer wieder glaubwürdig und
aktiv für international wichtige Themen einsetzen.“

Der Veranstaltung bot das Kulturjahr 2015 einen spannenden Rahmen.
So wurden die Botschafterinnen und Botschafter neben den Ansprachen
der Regierungsmitglieder von Ernst Risch, Geschäftsführer von
Liechtenstein Marketing über die Aktivitäten und Schwerpunkte während
des Kulturjahres informiert. Weiter fanden Führungen durch die
Schatzkammer Liechtenstein und die Hilti Art Foundation statt.

In diesem Jahr organisierte die Botschafterin der Republik
Österreich, Maria Rotheiser-Scotti den bereits zur Tradition
gewordenen Kulturanlass. Es wurde im Takino Schaan der Film „Macondo“
gezeigt, welcher von der Integrationsthematik handelt. Gast im Takino
war der Anwalt und österreichische Integrationsbotschafter Kazim
Yilmaz. Er sprach über die Integrationsthematik in Österreich.
Regierungsrätin Aurelia Frick führte Gedanken zur Integration in
Liechtenstein aus.

Pressekontakt:
Ministerium für Äusseres, Bildung und Kultur
Kerstin Appel
T +423 236 60 24

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