Im Chatroom auf Jobsuche – European Online Job Days erfolgreich etabliert

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Ein Tisch voller Laptops, meterweise Kabel und ein
Kameramann. Vor der Kamera stehen Beraterinnen und Berater der
Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), die in Vorträgen über
das Leben und Arbeiten in Deutschland informieren. An den Laptops
beantworten ihre Kolleginnen und Kollegen weitere Fragen in Gruppen-
oder Einzelchats. So sieht ein typischer European Online Job Day
(EOJD) aus. Das Publikum der Online-Events sitzt europaweit und
darüber hinaus an PCs und mobilen Geräten. „Mit 5.000 bis 6.000
Besucherinnen und Besuchern pro Veranstaltung auf den Event-Seiten
sind die European Online Job Days ein Format mit Zukunft“, bilanziert
Dr. Carsten Klein, Vorsitzender der Geschäftsführung der ZAV, nach
vier erfolgreichen EOJD im ersten Halbjahr 2017. Im Herbst 2016 hat
die ZAV das Format erstmals erfolgreich erprobt.

„Vor allem die jüngeren digital natives holen wir mit diesem
Kommunikationsformat direkt an der Haustür ab. Dass sich die Zahl der
Besucherinnen und Besucher, die sich im Voraus für die jeweilige
Veranstaltung registriert haben, mittlerweile verdoppelt hat,
unterstreicht den wachsenden Zuspruch“, betont Klein. Die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen zum Beispiel aus Spanien,
Frankreich, Italien und Portugal – aber auch aus Ländern außerhalb
Europas. „In unserem letzten EOJD Anfang Juni hatten wir eine
Reichweite über Europa hinaus von Kolumbien über Singapur bis zu den
Philippinen“, berichtet Heike Stoof-Sasse, Akademikerberaterin im
Internationalen Personalservice Berlin-Brandenburg der ZAV. Und Dr.
Carsten Klein ergänzt: „Mit Blick darauf, Fachkräfte aus
Nicht-EU-Staaten über eine Beschäftigung in Deutschland zu
informieren oder für konkrete Stellen zu gewinnen, stellen sich die
Online Job Days künftig als erfolgversprechendes Mittel dar, mit
Bewerberinnen und Bewerbern rund um den Globus in Kontakt zu treten.“

Im Chatroom stellten die Job-Interessierten viele Fragen, die
meisten drehten sich um die nötigen Sprachkenntnisse, um in
Deutschland eine Stelle zu finden. „Die Antwort –it depends…– ist
natürlich für viele zunächst unbefriedigend“, erklärt Heike
Stoof-Sasse. „Doch das kann dann im weiteren Chat erörtert werden.
Eine Stelle als Küchenhilfe erfordert halt andere Sprachkenntnisse
als die eines Restaurantmanagers, eine Pflegekraft muss bereits sehr
viel mehr Deutsch können als ein Software-Entwickler. Dass aber
allein Englisch-Sprachkenntnisse in aller Regel nicht ausreichen, war
für viele dann doch überraschend.“ Was zu beachten ist, wenn die
Kinder mitkommen, oder wie man bezahlbaren Wohnraum finden kann,
interessierte ebenfalls viele Bewerberinnen und Bewerber – aber auch
zum Beispiel wie es um die gesellschaftliche Akzeptanz
gleichgeschlechtlicher Beziehungen in Deutschland steht.

Die EOJDs bieten alle Angebote einer klassischen Jobmesse:
Vorträge – live gehalten oder im Vorfeld aufgezeichnet – informieren
über grundsätzliche Aspekte zum Thema Leben und Arbeiten in
Deutschland. Im Live-Chat können Bewerberinnen und Bewerber
weiterführende Fragen stellen. Außerdem werden konkrete
Stellenangebote präsentiert, alleine 350 waren auf der Event-Seite
des letzten EOJD „Make it in Germany“ abrufbar. Auch Gespräche mit
teilnehmenden Arbeitgebern können während des Events direkt
hergestellt werden. „Und all das, ohne dass Kunden, Berater und
Arbeitgeber ihr Büro bzw. ihr Zuhause verlassen müssen – gerade in
der internationalen Beratung und Vermittlung ein enormer Vorteil“,
resümiert Dr. Carsten Klein.

Als Weiterentwicklung der langjährigen erfolgreichen Präsenzmessen
„European Job Days“ des EURES-Netzwerks etablieren sich die EOJDs
somit zu einer bei Bewerberinnen und Bewerbern akzeptierten
Veranstaltungsform. Eine Übersicht über die European Job Days und
Online Job Days aller EURES-Länder ist zu finden unter:
http://www.europeanjobdays.eu/.

Hintergrund: Schon heute haben viele Arbeitgeber in Deutschland
Schwierigkeiten, passende Fachkräfte zu finden. Daher sucht die ZAV
im Ausland gezielt nach geeigneten Fachkräften. Jenseits von
Informations- und Rekrutierungsveranstaltungen wie dem EOJD ist das
Virtuelle Welcome Center der ZAV Erstanlaufstelle für arbeitssuchende
Fachkräfte aus dem Ausland.

Pressekontakt:
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Bundesagentur für Arbeit
Pressestelle
Dr. Beate Raabe
Tel: 0228 713-1350
E-Mail: zav.presse@arbeitsagentur.de
www.zav.de

Original-Content von: Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), übermittelt durch news aktuell

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