Internationaler Austausch stärkt Berufsberatung

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Bildungs- und Berufsberaterinnen und -berater aus
ganz Europa trafen sich am 1. und 2. Juni 2016 zum
Erfahrungsaustausch in Potsdam und diskutierten Fragen der
Integration von Migranten und Minderheiten in Bildung und
Beschäftigung. In Workshops und Vorträgen wurde deutlich, dass
Interkulturalität in der Berufs- und Bildungsberatung zunehmend an
Bedeutung gewinnt. Unter dem Einfluss der aktuellen
Zuwanderungsdebatte erörterten die Beratungsfachkräfte insbesondere
die Frage, wie Integrationsmaßnahmen für Flüchtlinge aussehen sollen.
Organisiert wurde das Treffen vom Euroguidance-Netzwerk – dem
europäischen Netzwerk für Berufs und Bildungsberatung. Euroguidance
fördert länderübergreifende Mobilität in Bildung und Beruf.

Die Veranstaltung in Potsdam befasste sich mit aktuellen
Entwicklungen in der interkulturellen Beratung. Die Teilnehmenden aus
14 europäischen Ländern beschäftigten sich mit der Frage, wie
Migranten und Minderheiten mit anderen sprachlichen, religiösen und
kulturellen Prägungen in den Bildungs- und Berufsalltag eines Landes
integriert werden können. „Augenblicklich wächst in Deutschland und
in Europa die Bedeutung interkultureller Beratung. Sie ist ein
Baustein, um Flüchtlinge erfolgreich zu integrieren“, sagte Dr.
Wolfgang Müller, Geschäftsführer Europäische Zusammenarbeit der
Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV). Nicht erst nur in der
Flüchtlingsfrage, sondern auch in der Fachkräftemigration spiele die
internationale Kompetenz der Berufsberatung eine entscheidende Rolle.
„Gerade deshalb ist der Erfahrungsaustausch unter den europäischen
Ländern wichtig und bereichernd“, betonte Müller.

Die Beraterinnen und Berater vertieften anhand konkreter
Fallbeispiele aus verschiedenen Ländern, wie Integration gelingen
kann und welche Beratungsansätze neue Möglichkeiten eröffnen. Als
Perspektivwechsel griff die Tagung die Idee auf, kulturelle
Unterschiede im Arbeitsmarkt der Zukunft als Erfolgsfaktor anzusehen
und nicht mehr als Defizit.

Euroguidance Cross Border Seminare dienen der Weiterbildung, dem
Erfahrungsaustausch und der Vernetzung von Bildungs- und
Berufsberaterinnen und -beratern aus Europa. Ziel ist auch, Fachleute
der Beratungspraxis mit politischen Entscheidern ins Gespräch zu
bringen. Die Cross Border Seminare finden seit 2005 jährlich statt,
mit dem Treffen in Potsdam erstmalig in Deutschland.

Internet:

– www.euroguidance-cross-border-seminar-2016.de
– http://euroguidance.eu/

Pressekontakt:
Dr. Beate Raabe
Tel: 0228 713-1350
E-Mail: zav.presse@arbeitsagentur.de
www.zav.de

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