Jung: Religion wird missbraucht, um Gesellschaft zu spalten

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Integration in allen Bereichen erfolgreich
weiterführen Die Partei AfD hat das Grundrecht auf Religionsfreiheit
angegriffen. Dazu erklärt der kirchen- und religionspolitische
Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung:

„Die AfD missbraucht das Thema Religion und spaltet damit die
Gesellschaft, wie wir dies von vielen anderen extremen Kräften – auch
im Ausland – kennen. Sie begibt sich damit geistig auf eine Stufe
mit religiösen und politischen Extremisten, zu deren Programm
Unfrieden und Chaos gehören. Das Verhältnis der AfD zur
Religionsfreiheit erfüllt die CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit
Besorgnis.

Wir als CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzen den Weg der Integration
auf der Basis unseres Grundgesetzes fort. Die Religion der Migranten
ist dabei ein Thema von vielen, das wir bearbeiten.

Die Freiheit der Religionsausübung gilt dabei in unserem Land für
Muslime, wie für Angehörige jeder anderen Kirche oder
Religionsgemeinschaft auch – alles andere widerspricht unserem
Grundgesetz.

Deutschland erlebt eine neue Vielfalt der Ethnien, der religiösen
Bekenntnisse und der sozialen Lagen. Diese „innere Globalisierung“
trägt Debatten in die Mitte der Gesellschaft, die auf den ersten
Blick anstrengen und beunruhigen. Wir sind gezwungen, uns mit Fragen
auseinanderzusetzen, gegen die wir uns international nicht einfach
abschotten können.

Religiöser Fanatismus, wie er sich heute national und
international besonders als radikaler Islamismus zeigt, zerstört
Frieden und (Religions-)Freiheit. Es gilt daher, zwei Seiten einer
Medaille ins Verhältnis von Staat, Politik und Religion zu setzen:
den Schutz vor religiösem Fanatismus bei gleichzeitiger Akzeptanz
religiöser Vielfalt. Dies ist eine Herausforderung, der wir uns
gemeinsam stellen müssen.

Es gibt inzwischen viele Menschen in Deutschland, die vor Jahren
zu uns gekommen sind und mit Ehrgeiz, Leistungsbereitschaft und
Offenheit eine neue Heimat bei uns gefunden haben.

Die CSU/CSU-Bundestagsfraktion steht daher an der Seite der
Muslime, die ihre Religion in Einklang mit allen Errungenschaften
unserer freiheitlichen Gesellschaft leben möchten. Dazu gehört auch
unsere Forderung, dass Imame in deutschen Moscheen auf Deutsch
predigen sollen. Diese Maßnahme trägt nicht nur zur Vertrauensbildung
in der Mehrheitsgesellschaft bei, sondern ist ein großer Schritt in
Richtung Integration. Die religiöse Teilhabe in deutscher Sprache ist
ein wichtiger Beitrag, damit Muslime sich hier zu Hause fühlen und
ihren eigenen Weg inmitten unserer Gesellschaft finden können. Dies
ist das beste Mittel gegen Hass und Radikalisierung.

Die Bundesregierung hat bereits auf diese Frage reagiert: Sie
finanziert vier Lehrstühle für islamische Theologie in Deutschland,
an denen junge Imame, Männer und Frauen, in deutscher Sprache
ausgebildet werden. Es handelt sich um Studenten, die in Deutschland
aufgewachsen sind, hier ihren kulturellen Hintergrund haben und es
verstehen, die religiösen Grundsätze mit unserer
freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Einklang zu bringen. Sie
stehen für einen aufgeklärten Islam in ihrer deutschen Heimat. Nun
gilt es, dass die muslimischen Gemeinden in Deutschland dieses
Angebot annehmen.

Darüber hinaus fordert die CDU/CSU-Bundestagsfraktion seit
längerem von den muslimischen Gemeinden in Deutschland, sich von
Kultur und Politik ihrer Herkunftsländer unabhängig zu machen und
sich finanziell selbständig aufzustellen, um ihre Religion im Rahmen
unserer Verfassung ausüben zu können.

Für eine erfolgreiche Integration sind wir alle gefordert: Die
CDU/CSU-Bundestagsfraktion macht Politik auf Basis des christlichen
Menschenbildes und christlicher Werte für alle Bürger. Wenn wir uns
mutiger auf diese Wurzeln besinnen und diese (selbst-)bewusster
annehmen, können wir denjenigen, die zu uns kommen, die Herkunft
unserer Grundwerte vermitteln – egal ob und welcher Religion sie
angehören.“

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: pressestelle@cducsu.de

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