Kapstadt ist mit 4.500 neuen Jobs in 2012 auf dem besten Weg zur boomenden Call Center Metropole für den europäischen Markt (BILD)

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Die Call Center-Industrie boomt am Kap der guten Hoffnung. 65% des
Wachstums machen dabei europäische Kunden aus. Ein Trend der sich
gegenüber Deutschland oder Großbritannien in Kostenvorteilen von bis
zu 70% in den ersten beiden Jahren und danach immer noch von bis zu
50% widerspiegelt.

Ende April 2013 gewann Südafrika in Amsterdam den Award
„Outsourcing Destination 2013“ der European Outsourcing Association,
kurz EOA. Diese Auszeichnung kennzeichnet die Entwicklung Südafrikas
im Offshoring von Call Center-Dienstleistungen in den vergangenen
Jahren. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei die Region Western Cape mit
der Hauptstadt Kapstadt ein. Hier wachsen die Umsätze in der Call
Center-Industrie seit Jahren im zweistelligen Prozentbereich. Fast
40.000 Mitarbeiter umfasst die Branche mittlerweile. Kunden aus
Europa sind dabei der Motor dieses Wachstums. Doch was sind die
Hintergründe dieser Erfolgsgeschichte?

Kapstadt ist eine der multikulturellsten Städte der Welt. Erst
1652 gegründet, wuchs es rasch zu einem Knotenpunkt des
asiatisch-europäischen Handels. In wenigen Jahrzehnten strömten
Menschen aus dem südlichen und zentralen Afrika, Europa und Asien ans
Kap der guten Hoffnung. Ein echter Schmelztiegel entstand, an einem
der schönsten Landstriche der Erde.

Die Entwicklungsgeschichte Kapstadts hat zu einer enormen
Vielsprachigkeit geführt. Neben Englisch und Afrikaans (verwandt dem
holländischen) als wichtige Amtssprachen sind auch deutsch,
französisch und portugiesisch weit verbreitet. Dies kommt der Call
Center-Industrie immens zugute. Ebenso die Tatsache, dass es
praktisch keine Zeitverschiebung zu Mitteleuropa gibt, schafft beste
Voraussetzungen zur Kommunikation.

Den aktuellen Boom befeuern zudem weitere Entwicklungen. Die
Bandbreite nach Südafrika wurde verzwanzigfacht und ist mittlerweile
auf europäischem Niveau. Gleichzeitig sind die Kommunikationskosten
seit 2003 um über 90% gesunken und die Tendenz ist weiter stark
rückläufig. Namhafte westliche Firmen, unter anderem Shell und O2,
haben ihre Call Center-Präsenz in Kapstadt auf- oder ausgebaut.

Durch diese Expansion haben sich Call Center-Dienstleister aller
Couleur, vor allem aus Europa, am Kap angesiedelt und neben modernen
Organisationsformen zeitgemäße Technologie importiert. Zusätzlich
unterstützt ein laufendes Förderprogramm der südafrikanischen
Regierung die Schaffung von Offshore-Arbeitsplätzen massiv. Alleine
bis Jahresende 2013 entstehen weitere 2.500 Arbeitsplätze, bis 2015
noch einmal geschätzte 10.000. Der Umsatz der Branche beträgt
mittlerweile fast 700 Mio. Euro pro Jahr.

Auslöser für die Verlagerung nach Südafrika sind häufig
nachvollziehbare Kostenüberlegungen. Können doch in den ersten beiden
Jahren bis zu 70% der Kosten gegenüber mitteleuropäischen Call
Centern eingespart werden, danach immerhin noch 50% (siehe Grafik).

Auch die Qualität hat sich weiterentwickelt. Hochmotivierte,
mehrsprachige Arbeitskräfte bilden dabei die Basis. Die
Personalfluktuation ist deutlich niedriger als an europäischen
Standorten. Dadurch hat sich die Wertigkeit der Arbeitsinhalte
gesteigert. Wurden vor einigen Jahren noch vornehmlich einfache
Tätigkeiten ans Kap verlagert, so haben sich mittlerweile
Schwerpunkte in der Finanz- und Reiseindustrie sowie bei Konsumgütern
und im Handel entwickelt.

Das steigende Bildungs- und Sprachniveau macht die Kapregion auch
für deutsche Call Center- Betreiber mehr als interessant. Neben
einigen Mittelständlern sind mit Lufthansa und amazon Deutschland
bereits zwei Schwergewichte vor Ort vertreten. Die Calls werden auf
Deutsch oder Englisch abgewickelt. Die zunehmende Durchdringung der
englischen Sprache in der jüngeren deutschen Bevölkerung schafft
außerdem neue Produktionsalternativen, z.B. bei der Bewältigung von
Lastspitzen.

Die Einstiegsbarrieren für eine Geschäftsverlagerung nach Kapstadt
sind niedrig, denn die internationale Dienstleister-Struktur vor Ort
macht den Aufbau einer eigenen Produktion nicht mehr zwingend
erforderlich. So erfolgt der Einstieg häufig über zeitlich begrenzte
Pilotprojekte. Nach 6-12 Monaten wird dann Résümé gezogen und eine
langfristige Entscheidung getroffen. Immer öfter heißt diese: Ab ans
Kap!

cerasus consulting arbeitet seit Jahren sowohl im deutschen als
auch im südafrikanischen Call Center-Markt und ist dort offizieller
Partner von zahlreichen, maßgeblichen Institutionen.

Pressekontakt:
cerasus consulting gmbh
Waldschmidtstraβe 19
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