Keine Zeit für Experimente / bpa-Landesgruppe feiert 15-jähriges Bestehen und stellt klare Forderungen an die Landespolitik

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In den vergangenen 15 Jahren ist der Anteil der
privaten Träger an der Pflegelandschaft in Mecklenburg-Vorpommern auf
53 Prozent gestiegen. Diese gute Entwicklung betonte der
Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer
Dienste e.V. (bpa), Michael Händel, jetzt anlässlich des Jubiläums
der bpa-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern. „Als Private versorgen
wir inzwischen bundesweit nahezu jeden zweiten Pflegebedürftigen, und
in vielen Gegenden Mecklenburg-Vorpommers garantieren private
Pflegedienste und Heime die flächendeckende Versorgung“, so Händel in
seinem Grußwort an Vertreter der inzwischen 436
Mitgliedseinrichtungen.

Das 15-jährige Bestehen der bpa-Landesgruppe feierten Mitglieder
und Gäste mit ihrer Mitgliederversammlung und anschließendem
Sommerfest im Schloss Ulrichshusen. Mit Blick auf die Landtagswahlen
im September stellten sich Vertreterinnen und Vertreter der CDU, SPD
und FDP der Diskussion ihrer politischen Vorhaben für die Pflege.
„Unsere Mitglieder haben deutlich gemacht, dass sie Entlastungen und
Wertschätzung erwarten und keine neuen Bürokratiemonster wie eine
Pflegekammer oder eine generalistische Pflegeausbildung, die den
Nachwuchs und damit die pflegerische Versorgung gefährden“, fasste
Händel die lebhaften Diskussionen zusammen.

Als Interessenvertretung der großen Mehrheit der Pflegeheime und
ambulanten Pflegedienste sandte die bpa-Landesgruppe auch diesmal
klare Botschaften an die Verantwortlichen Politiker in Land und Bund.
„Die Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen steigt in
Mecklenburg-Vorpommern rasant an, und wir sind die Spezialisten, die
die Versorgung dieser Bewohner und Klienten sicherstellen können“, so
Händel. Dafür brauche die Branche aber möglichst viele Fachkräfte.
„Jetzt ist nicht die Zeit für politische Experimente. Die Politik
muss bei jedem Gesetz und jeder politischen Maßnahme genau schauen,
wie zusätzliche Fachkräfte gewonnen werden können. Was diese
Entwicklung behindert, schadet der Pflege.“ Besonders positiv wurde
die Botschaft der regierenden Koalitionäre aufgenommen, dass schon in
der nächsten Woche Beratungen zur Abschaffung des Schulgeldes
stattfinden sollen. Erst vor knapp zwei Wochen hatte Bernd Schubert,
sozialpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion der CDU in Schwerin,
von Vertreterinnen und Vertreter privater Einrichtungen über 2.000
Unterschriften entgegengenommen. In Mecklenburg-Vorpommern wird noch
immer Schulgeld erhoben. „Die Abschaffung des Schulgeldes ist eine
Aufgabe des Landes, die sofort umzusetzen ist. Es wäre falsch, hier
auf den Bund zu hoffen. Eine schulgeldfreie Pflegeausbildung muss
selbstverständlich sein, damit wir potenzielle Bewerberinnen und
Bewerber nicht verlieren“, erklärt Michael Händel.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
400 in Mecklenburg-Vorpommern) die größte Interessenvertretung
privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland.
Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der
Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater
Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen
die Verantwortung für rund 275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000
Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 21,8 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Sven Wolfgram, bpa-Landesbeauftragter, Telefon:
0172/415 49 35, www.bpa.de

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