Kinderhilfswerke und Aktionsbündnis gegen Aids fordern: HIV-Medikamente und Tests für alle Betroffenen!

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Kinder sollen mindestens die gleichen Chancen auf
einen Zugang zu Aidsmedikamenten und HIV-Tests bekommen wie
Erwachsene. Das fordert die Kindernothilfe gemeinsam mit weiteren
großen Kinderhilfswerken und mit dem Aktionsbündnis gegen Aids. Ein
Aufsehen erregender Stop-Motion-Kurzfilm ruft Interessierte ab sofort
im Internet dazu auf, sich zu informieren und sich mit einer
Online-Unterschrift für die stärkere Bekämpfung von Aids und HIV
einzusetzen. Denn derzeit fehlt drei von vier betroffenen Kindern und
zwei von drei Erwachsenen der Zugang zu lebensrettenden Medikamenten.

Die Kinderhilfswerke und das Aktionsbündnis gegen Aids fordern,
dass besonders Kinder kostengünstig mit Aids-Medikamenten versorgt
werden müssen: „Kinder brauchen bezahlbare Medikamente mit
kindgerechten Wirkstoffkombinationen und Dosierungen und eben auch
spezielle Darreichungsformen, die für Kinder geeignet sind“, sagt
Frank Mischo vom Referat für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit bei
der Kindernothilfe.

Zum Hintergrund: Weltweit sind mehr als drei Millionen Kinder von
HIV/Aids betroffen. Allein 2013 haben sich weitere 240.000 Mädchen
und Jungen mit dem HI-Virus infiziert. Gerade Kinder mit ihrem sich
erst entwickelnden Immunsystem trifft die Infektionskrankheit
besonders hart: Obwohl die Mutter-Kind-Übertragung bei den
Neuinfektionen deutlich gesenkt werden konnte, stirbt noch immer mehr
als die Hälfte der Kinder mit einer HIV-Infektion in den beiden
ersten Lebensjahren. Und nur jedes vierte Kind, das eine
medikamentöse Aids-Therapie bräuchte, erhält sie auch. Daher setzen
sich die Kinderhilfswerke mit dem Aktionsbündnis gegen Aids dafür
ein, dass von der Pharmaindustrie kindgerechte Aids-Medikamente
weiterentwickelt werden und dass diese Medikamente in einem
Patentpool möglichst vielen ärmsten Ländern finanzierbar zur
Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus soll die Bundesregierung
den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria
mit 400 Millionen Euro jährlich unterstützen.

Der von engagierten Jugendlichen und dem Graffiti-Künstler Aleks
van Sputto hergestellte Stop-Motion-Film mit den Forderungen ist ab
sofort im Internet zu sehen unter
www.kindernothilfe.de/kinderundaids. Auch in den Sozialen Medien soll
der Clip weite Verbreitung finden und dem wichtigen Anliegen der
Kampagne Aufmerksamkeit verschaffen.

Pressekontakt:

Christian Herrmanny, stellv. Pressesprecher der Kindernothilfe
christian.herrmanny@knh.de
0203.7789-242; 0178.2329667

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