Koalitionsvertrag stoppt Investitionskostenchaos in der Pflege / bpa lobt erste pflegepolitische Ankündigungen als gutes Signal für eine zukunftssichere Pflegelandschaft

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„Dass die neue schwarz-gelbe Landesregierung
die investitionsfeindlichen Regelungen der Durchführungsverordnung
zum Altenpflegegesetz stoppen und überarbeiten will, lässt die Pflege
aufatmen.“ Der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende des
Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)
Christof Beckmann zeigt sich nach der Vorstellung des
Koalitionsvertrages erleichtert.

„Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt an, deshalb muss neben
allen Bemühungen um mehr ambulante Versorgung auch der stationäre
Sektor weiter wachsen. Um hier Investitionen zu tätigen brauchen die
Pflegeträger und -betreiber aber ein solch klares Signal.“ Die
umstrittene Durchführungsverordnung hatte in den letzten Monaten für
Chaos bei der Berechnung der Investitionskosten gesorgt und Heime wie
Pflegebedürftige stark verunsichert.

„Wenn Pflegebedürftige und ihre Familien eine verlässliche
Versorgungsstruktur in NRW vorfinden sollen, dann müssen die
Finanzierungsbedingungen zukunftssicher gestaltet sein“, so der
bpa-Landesvorsitzende Beckmann. Dazu gehöre aber zum Beispiel auch
eine längere Übergangsfrist für den Umbau tausender Doppelzimmer zu
Einzelzimmern in stationären Pflegeeinrichtungen. „Vorrangig muss
sein, dass flächendeckend kleinere und mittlere Pflegeeinrichtungen
erhalten werden, die wohnortnah eine Versorgung sicherstellen“, so
Beckmann.

Der Koalitionsvertrag und die noch ausstehende Verteilung der
Ressorts auf die Ministerien lasse trotzdem viele wichtige Fragen
offen. „Mit ihrer berechtigten Kritik an der bisherigen rot-grünen
Pflegepolitik hat die CDU große Hoffnung in der Branche geweckt, die
nun auch erfüllt werden müssen. Da müssen Herr Laschet und sein
künftiger Gesundheitsminister jetzt liefern“, so der
bpa-Landesvorsitzende Beckmann.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast
1.500 in Nordrhein-Westfalen) die größte Interessenvertretung
privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland.
Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der
Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater
Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen
die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000
Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Norbert Grote, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 0211/311 39 30, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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