Kölner Stadt-Anzeiger: Grünen-Politiker Beck erklärt sich nach Drogenvorkommnis voll arbeitsfähig: „Ich bin bei Sinnen und habe einen klaren Kopf“ // Religionspolitischer Sprecher attackiert Islamverbände scharf

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Der Grünen-Politiker Volker Beck, der nach einem
Drogenvorfall wieder auf die politischen Bühne zurückgekehrt ist, hat
sich für voll einsatzfähig erklärt: „Es muss sich niemand Sorgen um
mich und meine Arbeit machen. Ich bin bei Sinnen und habe einen
klaren Kopf“, sagte Beck dem „Kölner Stadt-Anzeiger“
(Samstag-Ausgabe). Der 55-Jährige reklamierte erneut das Recht zu
schweigen und das Recht auf Privatsphäre, das auch für Politiker
gelte. Eine besondere Vorbildfunktion in der Lebensführung bestritt
Beck. „Vielleicht sind wir gerade mit all unseren unterschiedlichen
Fehlern repräsentativ für das Volk, das wir vertreten sollen.“
Vorbildlich müssten Politiker nur „in der Übereinstimmung zwischen
dem sein, was wir vor Wahlen ankündigen und danach umsetzen.“ Der
religionspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion – Beck
hatte diese Funktion zeitweilig ruhen lassen, nimmt sie aber
inzwischen wieder ein – griff die muslimischen Verbände und
insbesondere die Türkisch-Islamische Union DITIB an. Sie seien sind
keine allein religiösen Verbände, sondern gewännen ihr jeweiliges
Profil aus nationalen und politischen Prägungen. „Das ist unserem
Religionsrecht fremd und problematisch unter dem Gesichtspunkt der
Integration“, so Beck. „Soll etwa die Türkisch-Islamische Union DITIB
quasi als Unterbehörde des türkischen Religionsministeriums in
Deutschland öffentliches Recht geltend machen und ausüben können? Ich
denke, nein. Schließlich ist Türkischsein kein Glaubensbekenntnis.“
Beck forderte, die Verbände müssen sich entscheiden, ob sie echte
Religionsgemeinschaften mit gleichen Rechten und Pflichten wie die
Kirchen bilden oder „mit ihrer derzeitigen Verbandsstruktur weiterhin
ihre für die Religion nicht relevanten Eigenheiten kultivieren“
wollten. „Im Moment werden die Verbände doch mehr von Politik und
Sprache geprägt als allein von Religion. Und die unfairen Angriffe
der AfD auf die Muslime entbinden uns nicht von der Pflicht, bei den
Verbänden genau hinzuschauen.“

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149

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