Kölner Stadt-Anzeiger: Hannelore Kraft will Olympische Spiele nach Deutschland holen

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Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) will eine
mögliche Olympia-Bewerbung aus Nordrhein-Westfalen unterstützen:
„Wenn es beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) die
Bereitschaft gibt, sich von Gigantomanie abzuwenden und bescheidenere
Spiele zuzulassen, dann könnte ich mir eine NRW-Bewerbung gut
vorstellen“, sagte Kraft dem „Kölner Stadt-Anzeiger“
(Samstag-Ausgabe). „Das ist schon ein großer Traum. Ich würde mich
über nichts mehr freuen, als Olympische Spiele in NRW“, so die
Regierungschefin des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. Ein
Pluspunkt der Region könnte sein, dass nur wenige Sportstätten
komplett neu gebaut werden müssten.

Man werde das Thema nun im Landtag diskutieren, betonte die
Ministerpräsidentin. „Ein Olympia, das zu NRW passen würde, wäre ein
bürgernahes, bodenständiges, ökologisches Olympia – von Köln bis zum
Ruhrgebiet“, so Kraft. Zuvor müsse es aber gelingen, die Bürger für
den Plan zu gewinnen. Die Olympia-Begeisterung in Deutschland sei in
den vergangenen Monaten sicher nicht gestiegen, „was auch an dem für
mich nicht mehr nachvollziehbaren Vorgehen des IOC in der
Doping-Affäre liegt“, sagte Kraft

Zuletzt hatte es in NRW von unterschiedlichen Stellen Zuspruch für
die Idee gegeben. Unter anderem zeigte CDU-Chef Armin Laschet
Sympathie für eine Bewerbung. Den Auftakt hatte der Kölner
Sportmanager Michael Mronz gemacht. Der Mann des verstorbenen
früheren FDP-Chefs Guido Westerwelle hatte eine gemeinsame Bewerbung
der Metropolregion Rhein-Ruhr für die Spiele im Jahr 2028
vorgeschlagen. Auch die Führungsspitze des Deutschen Olympischen
Sportbundes (DOSB) arbeitet an einer Neuauflage. DOSB-Chef Alfons
Hörmann und Generalsekretär Michael Vesper geben in einem internen
Strategiepapier Olympische Spiele in Deutschland als „grundsätzliche
Zielvorstellung“ aus. Konkrete Überlegungen gebe es aber noch nicht,
heißt es beim DOSB.

Nordrhein-Westfalen scheiterte schon einmal mit einer
Olympia-Bewerbung: Gemeinsam mit dem Ruhrgebiet war die
Landeshauptstadt Düsseldorf als Kandidat für die Spiele 2012 an den
Start gegangen, unterlag aber im nationalen Entscheid dem
Konkurrenten aus Leipzig. Am Ende sicherte sich London das
Großereignis, die Sachsen blieben chancenlos. Das Land NRW hatte fast
fünf Millionen Euro in die erfolglose Kampagne gesteckt.

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Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149

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