Kölner Stadt-Anzeiger: Opfer-Anwalt nennt Germanwings-Angebot für Angehörige „empörend“

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Als „empörend“ hat der Anwalt von Angehörigen der
Opfer der Germanwings-Katastrophe das Schmerzensgeld-Angebot der
Airline zurückgewiesen. „25 000 Euro pro Passagier und 10 000 Euro
für die individuelle Gesundheitsschädigung engster Angehöriger ist
deutlich zu wenig“, sagte Elmar Giemulla, der 34 Familien vertritt,
dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch-Ausgabe). Er fügte hinzu: „Da
spürt man, dass man bei der Lufthansa gar nicht begreift, was da
angerichtet worden ist.“ Ein niedriger sechsstelliger Betrag sei das
Mindeste der Erwartung. Giemulla berichtete vom Fall eines
Elternpaares, die jahrelang ungewollt kinderlos gewesen seien. Die
Frau habe mit 48 Jahren dann doch noch ein Kind bekommen. Dieses sei
jetzt unter den Toten. „Wenn man dann eine Zahl von 10 000 Euro
dagegen hält, begreift man sehr schnell, dass das fast eine Frechheit
ist.“ Bei einer durchschnittlichen Familienstruktur komme pro
Verstorbenem nach dem bisherigen Angebot ein Betrag von 50 000 Euro
zusammen. Die gesamten Entschädigungsleistungen der Lufthansa
belaufen sich nach den Berechnungen des Opfer-Anwalts demnach auf 7,5
Millionen Euro. „Allein der Pilotenstreik hat die Lufthansa im
vergangenen Jahr 200 Millionen Euro gekostet.“ Giemulla verwies
darauf, dass nach dem Absturz der Concorde im Juli 2000 in Paris 1,2
Millionen Euro pro Passagier gezahlt worden seien, was allerdings
auch „ungewöhnlich hoch“ gewesen sei.

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149

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