Kölner Stadt-Anzeiger: Schulministerin Löhrmann kritisiert FDP-Chef Lindner

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Die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia
Löhrmann (Grüne) hat FDP-Chef Christian Lindner für seinen
Meinungsumschwung beim Thema Schulzeitverkürzung an den Gymnasien
(G8) scharf kritisiert. Löhrmann sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“
(Mittwochausgabe): „Ich habe noch sehr gut die Worte von Herrn
Lindner im Ohr, dass durch eine Rolle rückwärts mindestens eine
Schülergeneration ins Chaos gestürzt wird. Soll das jetzt nicht mehr
gelten?“ Am Montag hatte die schulpolitische Sprecherin der NRW-FDP
im „Kölner Stadt-Anzeiger“ verkündet, die Gymnasien sollten künftig
wählen dürfen, ob sie zum Abitur nach neun Jahren (G9) zurück kehren
wollen. Bislang waren die Piraten in NRW die einzige Partei, die eine
Rückkehr zu G9 forderte. Alle anderen hatten sich für eine Reform von
G8 ausgesprochen. „Wie man eine Schulreform gestaltet, hätte sich die
FDP im Jahr 2006 überlegen sollen“, so Löhrmann. Damals sei die
Verkürzung ohne Konzept und ohne Vorbereitung durchgepeitscht worden.
Außerdem zeigten erste Erfahrungen aus Hessen, dass die
Wahlmöglichkeit für Schulen und die Parallelstruktur von G8 und G9
nicht die erhoffte Ruhe an die Schulen gebracht habe: „Genau das aber
brauchen und wünschen sich die Schulen – und gewiss keinen Wahlkampf
auf ihre Kosten.“

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149

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