Kölner Stadt-Anzeiger: Schwuler Kirchenkritiker hält Wandel der katholischen Position zur Homosexualität für ausgeschlossen/David Berger: Die Folge wäre eine Kirchenspaltung

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Der schwule katholische Theologe und Kirchenkritiker
David Berger hält Veränderungen der kirchlichen Position zur
Homosexualität gegenwärtig für ausgeschlossen. „Würden die
Bischofssynode oder der Papst tatsächlich das Unmögliche beschließen,
wäre eine Kirchenspaltung die Folge“, sagte Berger dem „Kölner
Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe). Vorstellbar seien allenfalls
begrenzte dezentrale Optionen. Nachdem der polnische
Kurien-Geistliche Krzysztof Charamsa sich Ende voriger Woche
öffentlich zu einer homosexuellen Beziehung bekannt hatte und vom
Vatikan umgehend aus dem Dienst entlassen wurde, warnte Berger vor
einer zusätzlichen Verhärtung bei den Gegnern jeglicher Reform. „Die
Angst vor der –Homolobby– im Vatikan könnte zu noch mehr Verdrängung
führen.“ Das Argument, so Berger, laute nun: „Jetzt erst recht nicht!
Wir lassen uns von diesem Homo doch nicht erpressen.“ Den Anschein
der Erpressbarkeit wiederum wollten sich aber auch diejenigen nicht
geben, die reformwillig seien. Den Anteil schwuler Kleriker im
Vatikan bezifferte Berger, der bis zu seinem Coming-Out 2010 unter
anderem Dozent der Päpstlichen Thomas-Akademie in Rom gewesen war,
auf 50 Prozent. „Jeder, der näher mit dem Klerus in der Kurie zu tun
hat, weiß das.“

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Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149

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