Kölner Stadt-Anzeiger: Verfassungsrechtler Bertrams sieht wenig juristische Möglichkeiten, illegale Autorennen zu stoppen – „So erfolglos wie Kampf gegen Drogenkriminalität“

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Der Verfassungsrechtler Michael Bertrams sieht wenige
Möglichkeiten, illegale Autorennen mit den Mitteln des Rechts zu
verhindern. „Der Kampf gegen illegale Autorennen erinnert an den
Kampf gegen die Drogenkriminalität. Er ist oft erfolglos, aber
dennoch unverzichtbar“, schreibt der frühere Präsident des
Verfassungsgerichtshofs NRW in einem Beitrag für den „Kölner
Stadt-Anzeiger“ (Mittwochausgabe).

Raser ließen sich weder von verstärkten Geschwindigkeitskontrollen
auf innerstädtischen Schnellfahrstrecken noch durch den Entzug des
Führerscheins beeindrucken. Drakonische Strafen nach dem Vorbild der
Schweiz wie der lebenslange Entzug der Fahrerlaubnis für wiederholtes
Rasen sowie die Verwertung des Täter-Autos kollidierten in
Deutschland „mit dem verfassungsrechtlichen Grundsatz der
Verhältnismäßigkeit. So erschwert ein lebenslanger Entzug der
Fahrerlaubnis eine Resozialisierung der meist jungen Täter. Die
Verwertung ihrer Autos ist überdies ein schwerwiegender Eingriff in
ihr Eigentumsrecht.“

In Köln sind in diesem Jahr bereits drei unbeteiligte Menschen
mutmaßlich durch illegale Autorennen ums Leben gekommen.

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149

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