Kölnische Rundschau: Kölnische Rundschau Kommentar zur Erdogan-Kundgebung

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Hoher Preis

Stefan Sommer zur Kölner Erdogan-Kundgebung

So gut behütet und beschützt wie an diesem Sonntag war Köln wohl
noch nie. 2700 Beamte, Wasserwerfer, Hunderte von Einsatzfahrzeugen –
mit ganz großem Aufwand ist es der Polizei gelungen, für einen
weitgehend friedlichen Verlauf dieses Super-Demonstrations-Sonntags
zu sorgen.

Dafür kann man sich bei all den Polizisten, die sich wieder mal
einen Großteil ihres Wochenendes um die Ohren schlagen mussten, nur
bedanken. Und Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies muss man
konzedieren: Seine Behörde hat diese Riesen-Herausforderung
gestemmt, das Konzept der starken Präsenz ist aufgegangen.

Brenzlig wurde es gestern wie erwartet nicht bei der
Großkundgebung der Erdogan-Anhänger am rechten Rheinufer. Deren
Veranstaltung war gut organisiert und verlief weitgehend friedlich.
Für Krawall sorgten einmal mehr die rechten Demonstranten, die dem
Aufruf von „Pro NRW“ gefolgt waren und die allgemeine Gemengelage für
ihre abstrusen Ziele ausnutzen wollten. Mit konsequentem Vorgehen hat
die Polizei es aber auch hier geschafft, eine drohende Eskalation im
Keim zu ersticken.

Ein friedlicher Sonntag, so könnte also das Fazit lauten. Zu
dieser Erkenntnis gehört aber auch, dass dafür ein immenser Aufwand
nötig war. Nur so ist es gelungen, hier das Demonstrationsrecht
für Menschen zu garantieren, die ihrerseits Anhänger desjenigen sind,
der eben dieses Recht in der Türkei mit Füßen tritt. Das mutet wie
bittere Ironie an. Aber es ist der Preis, den die Demokratie zahlen
muss.

Pressekontakt:
Kölnische Rundschau
Sandro Schmidt
Telefon: 0228-6688-526
print@kr-redaktion.de

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