Kommunikationsberater Michael Oehme: Die Halbfinalisten für das Jugendwort 2015

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St. Gallen, 29.07.2015. Der Verlag Langenscheidt suchte auch in diesem Jahr wieder das sogenannte Jugendwort. Die 30 Halbfinalisten für das Jungendwort 2015 stehen bereits fest – bis zum 31. Oktober 2015 kann allerdings noch abgestimmt werden. „Erstmals erfolgte die Abstimmung im Jahre 2008“, erinnert sich Kommunikationsexperte Michael Oehme. „Damals schaffte es die Gammelfleischparty auf die Pole Position.“ Es folgten „hartzen“, „Niveaulimbo“, „Swag“, „Yolo“, „Babo“ und der Sieger des vergangenen Jahres „Läuft bei dir“.

Diesmal stehen Worte wie Tinderella, Smombie und Swaggetarier zur Auswahl. Tinderella bezeichnet eine weibliche Person, die Online-Dating Plattformen wie eben Tinder nutzt – daher die Mischung aus Cinderella und Tindern. Ein Swaggetarier ist ein Vegetarier, der nur für ein gutes Image auf Fleisch verzichtet. Ein Smombie ist eine Mischung aus Zombie und Smartphone und beschreibt Menschen, die mit dem Smartphone vor der Nase durch die Gegend laufen und daher eine Gefahr für den Straßenverkehr sind. Gute Chancen hat auch das Wort bambus – eine neue Art zu sagen, dass man etwas cool oder krass findet.

„Interessant ist, dass es mittlerweile auch Jugendworte gibt, die aus der Politik kommen“, so Michael Oehme weiter. „So heißt etwa merkeln, dass man phlegmatisch ist und nichts tut oder krimmen, dass man jemandem etwas wegnehmen möchte, was man ihm ursprünglich geschenkt hatte.“ Oehme lobt es unterdessen auch, dass es überhaupt eine größere, jährliche Abstimmung über Jugendwörter gibt: „Es ist vor allem auch für sämtliche Wirtschaftszweige wichtig, die Ausdrucksweisen der Jugendlichen zu kennen.“

Schließlich ist auch das zweitplatzierte Selfie des letzten Jahres immer noch relevant bei den Jugendlichen – nur, dass es jetzt Egoshoot heißt. Für den Fall, dass das Selfie ein Reinfall sein sollte wird es als teuflisches Diabolo bezeichnet. Letztendlich gab es noch den Alpha Kevin, welcher bei der Online-Abstimmung sogar bereits große Chancen hatte. Da sich der Alpha Kevin allerdings auf den „Dümmsten von allen“ bezieht, wurde das Wort aus Befürchtung, jemanden zu diskriminieren, vom Verlag gestrichen. „Diese Vorgehensweise zeigt, dass sich der Langenscheidt Verlag durchaus seiner Verantwortung bewusst ist“, so der Kommunikationsberater Michael Oehme. Wer nun letztendlich gewinnt, werden wir in Kürze wissen.

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