Künstliche Befruchtung: Das Familienministerium gibt nur Ehepaaren finanzielle Unterstützung

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„45 Min: Das Geschäft mit dem Kinderwunsch“: Montag, 3. Juni, 22.00
Uhr, NDR Fernsehen

Nach Informationen der NDR Dokumentationsreihe „45 Min“ bleibt
Familienministerin Kristina Schröder trotz ihrer Bemühungen für mehr
Gleichstellung bei einem Thema konservativ: Die Ministerin
unterstützt bei Kinderwunschbehandlungen nur verheiratete Paare.

Mehr als zwei Millionen Paare in Deutschland sind ungewollt
kinderlos und suchen Hilfe. Eine künstliche Befruchtung ist für viele
ein Ausweg, doch der ist teuer. Mehrere tausend Euro kann die
Kinderwunschbehandlung kosten – pro Versuch. Seit einer Reform 2004
zahlen die Krankenkassen nur noch die Hälfte der Behandlung und auch
nur bei den ersten drei Versuchen. Unmittelbar nach dieser Reform
sank die Zahl der Kinderwunschbehandlungen um fast 50 Prozent.
Deshalb bietet die Familienministerin seit dem vergangenen Jahr den
Paaren finanzielle Unterstützung an, denn die niedrige Geburtenrate
alarmiert die Politik. 10 Millionen Euro stellt Schröder gemeinsam
mit einigen Ländern zur Verfügung. Aber: das Angebot hat einen Haken.
Das Geld bekommen ausschließlich verheiratete Paare.

Kritiker werfen der Ministerin vor, bei diesem Thema besonders
konservativ zu sein. Während die Gesellschaft längst über
Gleichstellung auf allen Ebenen diskutiert, bleibt Kristina Schröder
bei ihrer Position. „45 Min“ wollte von der Ministerin wissen, warum
sie die Regelung nicht auch auf unverheiratete Paare ausweitet.
Schröder im Interview: „Ich habe mich mit meinen Bundesvorschriften
an dem orientiert, was die Krankenkassen vorgeben, und deswegen denke
ich, dass wir jetzt erst mal diesen Weg gehen sollten. Wenn wir da
weiter kommen, dann können wir weiter sehen.“

Für viele Paare, die sich über die finanzielle Unterstützung der
Ministerin gefreut hatten, eine Enttäuschung. Neben den hohen Kosten
belasten auch vollmundige Versprechungen der Reproduktionsindustrie
und der psychische Druck die Betroffenen. Wie schwer und kompliziert
der Weg zum Baby sein kann, erzählen drei Paare in der Dokumentation
„45 Min: Das Geschäft mit dem Kinderwunsch“ am Montag, 3. Juni, um
22.00 Uhr im NDR Fernsehen.

Frei bei Nennung Quelle: NDR / „Das Geschäft mit dem Kinderwunsch“

Den Film ist auch im digitalen Vorführraum zu sehen. Weitere
Informationen gibt–s im Internet unter NDR.de/45min.

Fotos: ARD-Foto.de

Pressekontakt:
Norddeutscher Rundfunk
Presse udn Information
Iris Bents
Tel.: 040/4156-2304

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