„Lage der syrischen Flüchtlinge in der Region verschlechtert sich von Tag zu Tag“ / Johanniter fordern Ausweitung der Hilfsprogramme und langfristige Lösungen

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Als Teil einer weltweiten Koalition von
Hilfsorganisationen fordern die Johanniter anlässlich der
Internationalen Syrien-Konferenz, die am 4. Februar in London
stattfindet, eine deutliche Ausweitung der Hilfsprogramme und bessere
gesetzliche Rahmenbedingungen für Flüchtlinge. „Die Flüchtlinge in
den Nachbarländern, vor allem in Jordanien und in Libanon, brauchen
Zugang zum Arbeitsmarkt, um ihre Familien selbst ernähren zu können.
Bildungsmöglichkeiten für die Kinder müssen geschaffen und den Syrern
die Mitgestaltung an einer friedlichen Zukunft ermöglicht werden“,
fasst Jens Schwalb die Forderungen zusammen. Schwalb ist
Fachbereichsleiter für den Nahen Osten bei der
Johanniter-Auslandshilfe und nimmt an der Konferenz teil.

Der Krieg in Syrien geht mittlerweile ins sechste Jahr. 4,6
Millionen Menschen mussten in die Nachbarstaaten und nach Europa
fliehen. 13,5 Millionen Menschen in Syrien benötigen dringend
Nahrung, Kleidung, Unterkünfte und medizinische Versorgung. „Die Lage
der syrischen Flüchtlinge in der Region verschlechtert sich von Tag
zu Tag. Aufgrund der schlechten hygienischen Bedingungen, unter denen
viele Syrer leben, breiten sich Infektionskrankheiten immer weiter
aus. Das Gesundheitssystem in Syrien ist durch den Bürgerkrieg
weitgehend zerstört“, berichtet Walter Berier, Länderbüroleiter der
Johanniter in Jordanien.

Die Johanniter haben deshalb gemeinsam mit ihrer lokalen
Organisation JHAS im vergangenen Jahr mehr als 90 000 Kinder im
südlichen Syrien, in der Region Dara–a, gegen Polio geimpft. „Die
Situation in Dara–a ist sehr angespannt. Häufig kommt es zu Kämpfen
und wir mussten die Impfaktionen immer wieder für mehrere Tage
unterbrechen. Ständige Stromausfälle und der Wintereinbruch
erschwerten zusätzlich die Arbeit der Teams“, berichtet Dr. Yaroup
Ajlouni, Präsident von JHAS.

Die Johanniter wollen in den südlichen Regionen Standardimpfungen
wieder anbieten, da alle Kinder die seit Ausbruch des Krieges geboren
wurden, keinen Impfschutz haben. Die Projekte in Jordanien und
Libanon werden fortgeführt. Der Schwerpunkt liegt dort auf der
Verteilung von Nahrungsmitteln, Decken, Matratzen und Hygieneartikeln
sowie der psychologischen Betreuung von traumatisierten
Flüchtlingskindern. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für
wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit haben die Johanniter
zudem ein Projekt für Jugendliche und Menschen mit Behinderung
gestartet. Diese erhalten Unterstützung bei der beruflichen
Orientierung und dem Einstieg in den libanesischen Arbeitsmarkt.

Die internationale Syrien-Konferenz am 4. Februar in London wird
von Deutschland, Kuwait, Norwegen und den Vereinten Nationen
ausgerichtet. Am Vortag findet eine große Konferenz von
Nichtregierungsorganisationen statt, auf der Hilfsorganisationen aus
Europa, dem Nahen Osten, einschließlich Syrien, zu Themen wie
Bildung, Entwicklung und Schutz der Syrer beraten.

Hinweis an die Redaktion: Gern stehen unsere
Projektverantwortlichen in Deutschland und im Nahen Osten für
Interviews zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle
(Tel: 030-26997-360).

Weitere Informationen zur Arbeit der Johanniter-Auslandshilfe
erhalten Sie hier: www.johanniter-auslandshilfe.de

Unter dem gemeinsamen Hashtag #SupportSyria finden Sie weitere
Informationen der weltweiten Koalition der Hilfsorganisationen.

Pressekontakt:
Therese Raatz
Pressesprecherin

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Lützowstraße 94
10785 Berlin
Telefon 030 26997 360
Mobil 0173 6193102

E-Mail: medien@johanniter.de
www.johanniter-medien.de

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