Länderforum Thüringen mit Ministerpräsident Bodo Ramelow / Mittwoch, 18. November 2015, 22:15 Uhr

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Unter den Ministerpräsidenten in der Bundesrepublik
hat Bodo Ramelow ein Alleinstellungsmerkmal: Er ist der erste und
bislang einzige Landesvater aus der Partei Die Linke. Entsprechend
schwer ist sein Stand als politischer Einzelkämpfer bei zahlreichen
Entscheidungen im Bundesrat. Dass Ramelow tatsächlich ein Kämpfer ist
und auch gegen größere Widerstände standhaft bleiben kann, hat der
ehemalige hessische Gewerkschaftsfunktionär in seiner Laufbahn schon
mehrfach bewiesen. Es war ein langer und steiniger aber letztlich
erfolgreicher Weg von der harten Oppositionsbank im Thüringer Landtag
in das Amt des Ministerpräsidenten. Aber mit großer Beharrlichkeit
und Ausdauer hat der ausgewiesene Sozialpolitiker stets für seine
Sache gekämpft. Während er von konservativen Kreisen wegen seiner
Nähe zum linken Parteiflügel kritisch beäugt und jahrelang auch vom
Verfassungsschutz beobachtet wurde, zeigt sich Ramelow im Amt des
Ministerpräsidenten nun von seiner staatsmännischen Seite.

Michaela Kolster und Michael Hirz sprechen mit Bodo Ramelow über
die aktuelle Flüchtlingskrise und was diese für Thüringen bedeutet,
über die Stellung des Freistaates in der föderalen Struktur der
Bundesrepublik und über seinen persönlichen Werdegang.

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